Nach dem Derby der 2. Landesliga West zwischen dem SV Absdorf und der SG Großweikersdorf/Wiesendorf bewertete Trainer Christian Höllrigl die 0:3-Niederlage nüchtern. Aus seiner Sicht spiegelte das Ergebnis nicht den Spielverlauf wider: Seine Mannschaft habe über weite Strecken die Initiative getragen, mehr Ballbesitz verzeichnet und in vielen Phasen dominiert. Entscheidende Nackenschläge setzte der Gegner jedoch mit schnellen Umschaltmomenten nach individuellen Fehlern. Höllrigl verwies auf mehrere klare Möglichkeiten und ein Plus bei Standards – und hob zugleich die faire, wenn auch robuste Derby-Note ohne größere Aufreger hervor. Veränderungen zur Pause nahm er nicht vor; der Fokus liegt nun auf mehr Entschlossenheit im Abschluss vor einer „sehr schweren und sehr fordernden“ nächsten Aufgabe.

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Zur Frage nach der Ergebnisgerechtigkeit antwortete Höllrigl knapp: „Nein.“ Die Begründung lieferte er gleich mit: „Wir hatten sehr viel Ballbesitz und haben uns viele große Chancen herausgespielt. Der Gegner Absdorf konnte durch schnelles Umschalten die Tore machen, unsere Fehler wurden sofort bestraft.“ Die Treffer für die Hausherren erzielten in Minute 54 William Bartholdy, in Minute 67 Moritz Schwarz und in Minute 83 Simon Gartner. Auch das Chancenverhältnis sah er auf seiner Seite: „Bei uns waren es fünf, sechs richtig große Möglichkeiten. Beim Gegner drei – die alle zum Tor führten.“ Insgesamt habe seine Elf „mehr Spielanteile als der Gegner“ gehabt und sei „in vielen Phasen dominanter“ aufgetreten – die Diskrepanz zwischen Aufwand und Ertrag zog sich wie ein roter Faden durch seine Analyse.
Bei ruhenden Bällen erkannte Höllrigl Vorteile: „Wir hatten definitiv mehr Situationen nach Eckbällen, weil wir zu mehreren Abschlüssen gekommen sind. Da würde ich eher ein Plus auf unserer Seite sehen.“ Trotz der Intensität lobte er den Ton auf dem Platz: „Das Spiel war von beiden Seiten fair, hart geführt, aber ohne große nennenswerte Fouls.“ Strittige Szenen verneinte er, personell oder taktisch änderte sich zur Pause nichts: „Nein, es gab keine Veränderungen.“
Mit Blick nach vorn formulierte Höllrigl eine klare Erwartung: „Ich erwarte mir von meiner Mannschaft, dass wir die Chancenauswertung verbessern und aus unseren Möglichkeiten konsequenter zum Ziel kommen. Der nächste Gegner wird sehr schwer und sehr fordernd für uns.“ Den Derbygegner würdigte er ausdrücklich: „Ich möchte Absdorf zum Derbysieg gratulieren. Sie haben uns unsere Fehler aufgezeigt und uns dafür hart bestraft.“ Dass am Ende ein 0:3 stand, führt Höllrigl weniger auf den generellen Spielverlauf als auf die Konsequenz des Gegners in den entscheidenden Momenten zurück – genau dort will seine Mannschaft nun den Hebel ansetzen.