Deutlicher Auswärtssieg in der 2. Landesliga West: Die USC kaschütz Rohrbach mussten sich den SKU Ertl Glas Amstetten Amateure mit 1:4 geschlagen geben. Nach einer offenen ersten Hälfte legten die Gäste nach der Pause zu und brachten den Vorsprung mit ihrer Breite im Kader sicher nach Hause. Co-Trainer Pjeter Preqaj sprach von einem reifen Auswärtsauftritt und hob vor allem das letzte Tor als Musterbeispiel für die Trainingsarbeit hervor. Rohrbach präsentierte sich jung, bissig – am Ende aber ohne Punkte.

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Die Partie begann mit einem wachen Auftritt der Gäste. Nach 23 Minuten brachte Maximilian Kerschner die Amstetten Amateure in Front – das 0:1 sorgte erst einmal für Ruhe im Auswärtsspiel. Rohrbach blieb jedoch dran und wurde kurz vor der Pause belohnt: In Minute 44 stellte Ali Chakabkab auf 1:1, die Gastgeber waren wieder im Spiel. Die Antwort der Gäste fiel aber prompt aus. Direkt nach Wiederbeginn traf Maximilian Baumgartner zum 1:2 (46.) und gab dem Spiel die Richtung vor. Amstetten blieb am Drücker, erhöhte in der 67. Minute durch Jonas Kogler auf 1:3 und setzte in der Schlussphase den Deckel darauf: Annur Hadzic vollendete in Minute 80 zum 1:4. Die Gäste nutzten ihre Chancen eiskalt und ließen Rohrbach im Finish keine Tür mehr offen.
Nach dem Spiel ordnete Co-Trainer Pjeter Preqaj den Auftritt seiner Mannschaft klar ein. „Wir sind in der ersten Halbzeit nicht gut rein gestartet“, sagte er rückblickend. Entscheidend war für ihn das Gefühl, rechtzeitig wieder den Hebel umgelegt zu haben: „Das 2:1 hat uns Aufschwung gegeben für die zweite Halbzeit, und wir wussten, wir sind körperlich stärker und können unser Pensum wirklich 90 Minuten gehen.“ Besonders stolz war Preqaj auf den Schlussakkord seiner Mannschaft: „Speziell das letzte Tor war extrem gut ausgespielt, genauso wie wir es die ganze Woche trainiert haben.“ Dieses 1:4 durch Annur Hadzic in Minute 80 war sinnbildlich für den zweiten Durchgang: klare Abläufe, schnörkellos zu Ende gespielt und mit Überzeugung abgeschlossen. Genau das, so Preqaj, war der Weg zum Auswärtssieg.
In seiner Analyse blickte der Co-Trainer nicht nur auf das eigene Team, sondern auch auf den Gegner und die Spielleitung. „Das Spiel gegen den Ball war sehr gut. Im Spiel mit Ball müssen wir uns noch verbessern“, fasste Preqaj die eigenen Stärken und Hausaufgaben zusammen. Für Rohrbach fand er respektvolle Worte: „Sie sind eine extrem junge Mannschaft, die besser ist, als der Tabellenplatz hergibt.“ Zur Schiedsrichterleistung meinte er deutlich: „Die Schiedsrichterleistung war nicht auf einem Topniveau. In der ersten Halbzeit gab es ein paar strittige Szenen wegen des Elfmeters. Rohrbach hätte fast auch einen bekommen müssen, hat er dann nicht gepfiffen. Bei uns hat er ihn gepfiffen.“
Auf die Frage nach dem entscheidenden Unterschied ließ Preqaj keinen Zweifel: „Die Breite im Kader und die Körperlichkeit unserer Mannschaft waren um einiges besser.“ Mit dem 1:4 festigen die Amstetten Amateure Rang drei (42 Punkte) und bleiben an der Spitze dran, während Rohrbach mit neun Zählern weiter um jeden Punkt kämpfen muss.