In der 23. Runde der 2. Landesliga West gewann der SC Hainfeld mit 3:1 beim SV Waidhofen/Thaya. Nach einer offenen, laufintensiven ersten Hälfte fiel die Entscheidung spät – auch begünstigt durch eine Rote Karte für die Heimelf. Trainer Deni Luif sprach von einem körperbetonten Spiel und hob die Wucht seiner Mannschaft hervor: „Wir haben die Heimfestung gebrochen“ – mit viel Laufarbeit, hohen Bällen und zwei eiskalten Treffern in der Schlussphase.

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Beide Mannschaften legten schwungvoll los, es war von Beginn an intensiv, laufstark und mit vielen Duellen. Waidhofen suchte immer wieder mit Tempo die Tiefe, Hainfeld hielt robust dagegen. In Minute 32 belohnte sich der Gast: Miodrag Jovanovic traf zum 0:1, nach schön herausgespielter Aktion – „eiskalt“, wie Trainer Deni Luif betonte. Die Antwort der Heimelf ließ kaum Luft holen: Nur drei Minuten später stellte Adam Ritter mit dem 1:1 (35.) wieder auf Gleichstand. Zur Pause stand es 1:1 (45.). Luif blieb dabei ehrlich und ohne Schönfärberei: „In der ersten Halbzeit war das Chancenverhältnis 60:40 für Waidhofen, die waren sehr agil in der Tiefe und hatten einige gute Möglichkeiten.“
Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild zunehmend. Der Knackpunkt kam in Minute 59: Waidhofens Jonas Frank sah Rot, ab da lag der Ball sprichwörtlich bei Hainfeld. „Spielentscheidend war auf jeden Fall die Rote Karte für Waidhofen. Ab dieser Minute haben wir das Kommando übernommen und eigentlich auf ein Tor gespielt“, schilderte Luif. Der Plan war klar umrissen und passte zum engen Platz: „Wir haben bewusst auf hohe Bälle gesetzt und über die Flügel gespielt, weil wir damit hinten bei der Abwehrreihe viel Druck erzeugen konnten. So sind wir zu unseren Möglichkeiten gekommen.“ Der Gast blieb geduldig, hielt das Tempo hoch und arbeitete konsequent gegen den Ball. „Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis wir das Tor schießen“, meinte der Hainfeld-Coach – die späten Treffer sollten ihm recht geben.
Die Entscheidung reifte mit anhaltendem Druck. In der 86. Minute stach Hainfeld zu: Horen Sarikyan traf zum 1:2 und legte damit die Basis. In der Nachspielzeit war dann endgültig alles klar: Tatul Sarikyan hob den Ball zum 1:3 ins Netz (92.) – ein Abschluss, den Luif als „wunderschönen Lupfer“ beschrieb. Zuvor hatte er bereits den frühen Führungstreffer gewürdigt: „Das erste Tor war schön herausgespielt und von Miodrag Jovanovic eiskalt abgeschlossen. Er ist momentan ein wichtiger Torgarant.“ Trotz des späten K.-o.-Schlags fand der Trainer anerkennende Worte für die Heimelf: „Waidhofen hat mit schnellen Stürmern und einem jungen Team gut agiert und bis zum Schluss gekämpft.“ Laut Luif hatte Waidhofen nach der Pause sogar noch einen Lattenschuss. Zum Schiedsrichter sagte er nüchtern: „Die Leistung war vollkommen in Ordnung. Wir haben viel Gelbe für taktische Fouls bekommen – das gehört dazu.“
Was Hainfeld stark machte, brachte Deni Luif auf den Punkt: „Das kampfbetonte Spiel gegen Ball und Mann hat mir sehr gut gefallen. Wir waren laufstark unterwegs, haben bewusst auf hohe Bälle und die Flügel gesetzt – und uns dieses Mal für die Einstellung belohnt.“
Gerade der Rahmen machte den Auswärtssieg besonders süß: „Wir sind in eine Partie gegen den Tabellenzweiten gegangen. Waidhofen war bis dato daheim ungeschlagen – wir haben die Heimfestung brechen können.“ In der Tabelle hält Hainfeld bei 37 Punkten und bleibt in der Spitze dran, ohne in Euphorie zu verfallen. „Die Burschen wollten den Sieg mehr, haben sich voll reingehängt – die Belohnung war, drei Punkte aus Waidhofen mitzunehmen“, sagte der Trainer zum Abschluss.