Spielberichte

Mario Krumpöck (Sektionsleiter SV Absdorf): „Wir haben Gras gefressen“

SV Haitzendorf
SV Absdorf

In der 2. Landesliga West hat der Tabellenführer SV Haitzendorf gegen den kämpferischen Außenseiter SV Absdorf eine 2:3-Heimniederlage kassiert. Absdorf legte mit einem Blitzstart von Oliver Weidlinger los, legte nach der Pause nach und brachte dank eines späten Elfmeters von Fabian Zahrl den Auswärtssieg über die Zeit. Haitzendorf traf durch Daniel Boros und in der Nachspielzeit durch Paul Wallner, doch die Punkte wanderten nach Absdorf. „Der unbedingte Siegeswille war heute der Unterschied“, sagte Sektionsleiter Mario Krumpöck, „Wir wollten diese drei Punkte mit jeder Faser.“

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Blitzstart, Antwort der Hausherren und ein eiskalter Elfer in der Nachspielzeit

Die Geschichte des Spiels begann in Minute zwei: Oliver Weidlinger stocherte nach einem weiten Einwurf die frühe Führung über die Linie – 0:1. Es blieb bis zur Pause bei diesem knappen Vorsprung, obwohl es hin und her ging. „Es war ein intensives Match mit vielen Zweikämpfen, viel Feuer drin“, schilderte Krumpöck. Nach Wiederanpfiff legte Weidlinger den zweiten Treffer nach (60.), ehe Haitzendorf praktisch im Gegenzug durch Daniel Boros (61.) verkürzte. Absdorf wackelte nicht, hielt dagegen und bekam in der Nachspielzeit einen Elfmeter zugesprochen: Fabian Zahrl blieb cool und stellte auf 1:3 (92.). Haitzendorf kam durch Paul Wallner noch einmal heran (94.), aber Absdorf warf sich in alles, blockte Schüsse und brachte das 2:3 ins Ziel. „In der Schlussphase sind wir in jeden Zweikampf und jeden Schuss gegangen“, so Krumpöck.

Matchplan mit zwei Stürmern ging auf – Weidlinger doppelt, Bauer mit wichtigem Anteil

Aus Absdorfer Sicht passte an diesem Abend vieles zusammen. Krumpöck lobte ausdrücklich die Vorgaben und deren Umsetzung: „Wir haben den Matchplan mit zwei Stürmern extrem gut umgesetzt. So, wie wir es uns vorgenommen haben, ist es eins zu eins aufgegangen.“ Der frühe Führungstreffer war laut ihm einstudiert: weiter Einwurf, Weidlinger drückt an der zweiten Stange ein. Beim 0:2 beschrieben die Gäste einen „sehenswerten Konter über rechts“, abgeschlossen erneut von Weidlinger, der einen Pass von Marco Bauer verwertete. Auch das späte 1:3 ordnete Krumpöck der aktiven Herangehensweise seines Teams zu: „Wir haben hoch attackiert, den Ball gewonnen, Bauer wurde im Strafraum gefoult – und Fabian Zahrl schiebt den Elfer souverän rein.“ Dass Haitzendorf sofort nach den beiden Absdorfer Treffern zurückkam, bleibt der eine kleine Makel: „Da müssen wir konzentrierter und energischer sein, dann wäre es einfacher gewesen.“

Respekt vor dem Spitzenreiter – und Ärger über strittige Szenen

Der Respekt vor dem Gegner schwang in allen Aussagen mit. „Haitzendorf steht nicht umsonst an der Tabellenspitze. Vor allem im Angriff haben sie enorme Qualität“, betonte Krumpöck. Umso wichtiger sei die Geschlossenheit gewesen: kompakt stehen, Schlüsselspieler zustellen, als Mannschaft verteidigen. Trotzdem gab es Momente, die für Diskussion sorgten. „Zur Leistung des Schiedsrichters will ich mich nicht äußern“, leitete Krumpöck ein, fügte dann doch an: „Es gab für uns einen glasklaren Handelfmeter, der nicht gegeben wurde. Und auch das 1:2 darf so nicht fallen.“ Als Momentaufnahmen blieben ihm zudem eine Glanzparade des Haitzendorf-Tormanns kurz vor der Pause und eine Rettungstat von Maximilian Lembacher auf der Linie per Kopf in Erinnerung. Bei allem Ärger überwog aber die Zufriedenheit mit der eigenen Haltung: „Wir haben uns in jeden Ball geworfen und uns das Glück erarbeitet.“

Leitwölfe im Zentrum und auf der Außenbahn – und ein großes Kompliment an die Mannschaft

Neben Doppelpacker Weidlinger und Elfer-Schütze Zahrl hob der Sektionsleiter drei Leistungsträger heraus – zwei davon nannte er namentlich. „Unsere Nummer 21, William Bartholdy, war im Zentrum enorm wichtig, sehr ballsicher, hat viele Bälle getragen und unserem Spiel Ruhe gegeben“, sagte Krumpöck. „Und Maximilian Lembacher hat als Außenverteidiger gegen Florian Schuh überragend gespielt und da nichts zugelassen.“ Insgesamt sprach er von einer geschlossenen Darbietung, die genau zum Bild des Abends passt: „Ich glaube, der Unterschied war, dass wir total aufgezuckert waren. Wir haben Gras gefressen, keinen Millimeter hergeschenkt.“ Zum Schluss verteilte er Komplimente in alle Richtungen: „Ich gratuliere der ganzen Mannschaft zu dieser Topleistung und freue mich riesig für den Verein. Haitzendorf wünsche ich alles Gute für den Rest der Saison – sie werden den Meistertitel schon holen.“

2. Landesliga West: Haitzendorf : SV Absdorf - 2:3 (0:1)

  • 94
    Paul Ruben Wallner 2:3
  • 92
    Fabian Zahrl 1:3
  • 61
    Daniel Boros 1:2
  • 60
    Oliver Weidlinger 0:2
  • 2
    Oliver Weidlinger 0:1