In der 2. Landesliga West setzte der SC Rathauskeller Melk ein Ausrufezeichen und bezwang den SV Haitzendorf mit 4:2. Der Gastgeber führte zur Pause 2:0 und legte nach dem Seitenwechsel nach, ehe der Tabellenführer noch zweimal verkürzte. Co-Trainer Alfred Konrad sprach von einer klaren Antwort auf das Oed-Spiel und lobte Einstellung sowie Effizienz. Ein Heimsieg, der gegen den Spitzenreiter besonders gut tut und der Mannschaft spürbar Rückenwind gibt.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Melk erwischte einen Traumstart: Bereits in Minute drei stellte Tobias Teufner auf 1:0. Die Hausherren blieben dran, arbeiteten konzentriert weiter und belohnten sich noch vor dem Pausenpfiff ein zweites Mal: Marco Hoppi erhöhte in der 38. Minute auf 2:0, mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen.
Alfred Konrad war die Erleichterung anzumerken: „Es war ein gutes Spiel von unserer Seite. Nach zwei schwachen Auftritten haben wir uns gegen den Titelfavoriten gut präsentiert, sind 1:0 in Führung gegangen und auf 2:0 erhöht.“ Für ihn lag darin auch der Knackpunkt: „Spielentscheidend war, dass wir in Führung gegangen sind und gleich nachgesetzt haben. Nach dem Oed-Spiel wollten wir ein klares Ausrufezeichen setzen.“
Früh nach der Pause blieb Melk am Drücker und legte nach: Christoph Schmidinger traf in der 50. Minute zum 3:0. Haitzendorf kam durch Stefan Nestler (63.) zurück, doch Melk schlug noch einmal zu – erneut war Schmidinger zur Stelle und stellte in der 77. Minute auf 4:1. Gabriel Hausmann verkürzte in Minute 82 zwar auf 4:2, am Heimsieg änderte das nichts mehr.
Konrad hob besonders den letzten Melker Treffer hervor: „Das vierte Tor hat Christoph Schmidinger wirklich sehr gut gemacht – das war sehr schön.“ Und er fasste die Effektivität zusammen: „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht und sie eiskalt erwischt.“
Den Unterschied sah der Co-Trainer nicht nur in den Toren, sondern in der Arbeit ohne Ball. „Unser Trainer Christian Maurer hat die Mannschaft top eingestellt. Wir hatten hohe Laufbereitschaft, haben die Zweikämpfe angenommen und waren sehr effizient im Torabschluss“, erklärte Konrad. Gleichzeitig fand er respektvolle Worte für den Gegner: „Haitzendorf ist ein sehr gutes Team, nicht umsonst Erster.“
Aus seiner Sicht fehlte den Gästen nach dem Wechsel das Quäntchen Glück: „In der zweiten Halbzeit hatten sie neun Abschlüsse und haben dennoch nicht getroffen. Vielleicht waren sie auch überrascht, wie wir aufgetreten sind.“ Lob gab es zudem für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat das Spiel mit seinem Team sehr umsichtig und gut geleitet – nicht, weil wir gewonnen haben, sondern wirklich gut.“
Im Fazit blieb Konrad bodenständig und klar. „Der Unterschied? Wir haben gewonnen. Wir hatten den klaren Willen, das Momentum auf unserer Seite und sind ganz anders aufgetreten als zuletzt“, sagte der Co-Trainer.
Der Erfolg gegen den Spitzenreiter kommt zur rechten Zeit: Haitzendorf führt nach 24 Runden mit 46 Punkten die Tabelle an, Melk hält bei 37 Zählern und steht auf Rang sechs. Aus dem Sieg will man nun Selbstvertrauen ziehen und die gezeigte Haltung in die kommenden Wochen mitnehmen – die Reaktion auf Oed ist gelungen, jetzt gilt es, sie zu bestätigen.