Spielberichte

Deni Luif (Trainer SC Hainfeld): "Wir haben 70 Minuten in Unterzahl verteidigt"

SC Hainfeld
USC kaschütz Rohrbach

In der 2. Landesliga West lieferte der SC Hainfeld im Derby gegen den USC kaschütz Rohrbach einen wilden Nachmittag ab – und gewann trotz langer Unterzahl 3:2 (3:1). Trainer Deni Luif sprach von einem "nervenaufreibenden Derby mit allem, was dazugehört" und hob die frühen Treffer hervor. Nach Rot für Kilian Bosch verteidigten die Hainfelder den Vorsprung mit viel Moral und ließen die Gäste trotz Anschlusstreffer nicht mehr ausgleichen.

Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

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Frühe Tore und eine Rote: Hainfeld stellt die Weichen

Es begann mit einem Blitzstart: Schon in Minute 2 stellte Miodrag Jovanovic auf 1:0. Rohrbach antwortete rasch, Raul-Augustin Stefanciuc traf in der 8. zum 1:1 durch einen Eigenfehler im Spielaufbau. Hainfeld blieb aber das aktivere Team und schlug eiskalt zurück: Serkan Demirbas verwertete in der 15. zum 2:1, Horen Sarikyan legte in der 19. das 3:1 nach. Kurz darauf der Bruch im Spielfluss: In Minute 23 sah Kilian Bosch Rot, Hainfeld musste fortan in Unterzahl ran. "Die ersten drei Tore waren enorm wichtig", betonte Trainer Deni Luif, "danach haben wir den Vorsprung mit Herz verteidigt." Zur Pause stand es 3:1.

Rohrbach drückt nach der Pause, Hainfeld hält dagegen

Nach dem Seitenwechsel übernahm Rohrbach über weite Strecken das Kommando, auch weil Hainfeld seit der 23. Minute in Unterzahl spielte. Amar Dzibric stellte in der 51. Minute auf 3:2 und machte die Sache wieder heiß, doch die Heimischen blieben stabil und ließen hinten wenig zu. "Wir haben die Chancen effektiv reingehaut und dann rund 70 Minuten mit voller Moral verteidigt", sagte Luif. Der Trainer sprach auch von einem besonderen Rahmen: "Es waren 800 bis 900 Zuseher da, unsere Fans waren heute besonders wichtig." Seine Mannschaft sei "aggressiv gegen Ball und Gegner" geblieben und habe den Derbysieg über die Zeit gebracht.

Effizienz als Schlüssel und ein klarer Ausblick

Im Rückblick hob Luif vor allem die Effizienz hervor: "Heute hat bei uns besonders gut funktioniert, dass wir die Chancen genutzt haben." Kurz ging er auch auf den Unparteiischen ein, ohne nachzutreten: "Der Schiedsrichter hätte bei den Rudelbildungen etwas härter agieren können." In der Tabelle steht Hainfeld nach Runde 26 mit 43 Punkten auf Rang fünf, fünf Zähler hinter dem Leader. Der Blick geht nach vorne: "Wir gehen unseren Weg unbeirrt weiter und wollen nächste Woche in Gmünd anschreiben. Gmünd ist eine gute Heimmannschaft, aber wir wollen Platz fünf absichern – und oben noch den einen oder anderen ärgern." Zum Derby meinte er abschließend: "Hainfeld ist die Nummer eins im Gölsental."

2. Landesliga West: Hainfeld : USC Rohrbach - 3:2 (3:1)

  • 51
    Amar Dzibric 3:2
  • 19
    Horen Sarikyan 3:1
  • 15
    Serkan Demirbas 2:1
  • 8
    Raul-Augustin Stefanciuc 1:1
  • 2
    Miodrag Jovanovic 1:0