In der 2. Landesliga West lieferte SKU Ertl Glas Amstetten Amateure gegen SV Würmla ein echtes Stück Arbeit ab – und siegte am Ende 2:1. Früh stellte Felix Schönegger auf 1:0, dann musste Amstetten nach einer roten Karte gegen Bernhard Scherz lange in Unterzahl durchhalten. Nach dem Ausgleich durch Manuel Zillinger blieb die Partie offen, ehe Laurenz Fahrnberger spät zuschlug. Co-Trainer Pjeter Preqaj hob danach Standards und den unbedingten Willen seiner jungen Mannschaft hervor.

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Amstetten erwischte einen Traumstart und lag durch Felix Schönegger schon nach sechs Minuten vorne. Der Treffer gab Sicherheit, der Auftritt wirkte ruhig und zielstrebig. „Wir sind extrem gut ins Spiel gekommen, waren auch dominant“, schilderte Co-Trainer Pjeter Preqaj. Doch die Partie bekam früh eine schwierige Wendung: Nach einer roten Karte gegen Bernhard Scherz in Minute 36 musste der Tabellenführer den Rest der Partie zu zehnt bestreiten. „Mit der roten Karte war es immens schwierig. Wir waren froh, dass wir mit einem 1:0 in die Halbzeit gegangen sind“, so Preqaj. Seine Worte passten zu einem Abschnitt, in dem die Hausherren trotz Unterzahl kompakt blieben, die Wege eng machten und sich mit großem Aufwand die Pausenführung sicherten. Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb dennoch nicht, denn klar war: Nach dem Wechsel würde es gegen einen spielstarken Gegner noch einmal richtig anstrengend werden.
Nach Wiederbeginn setzte Würmla die erwartete Druckphase. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, der freie Mann wurde häufiger gefunden, und der Ausgleich fiel in Minute 56 durch Manuel Zillinger. „Die haben nach der Halbzeit extrem gedrückt“, sagte Preqaj und erklärte, wie sein Team reagierte: „Wir haben nach der Halbzeit ein bisschen umgestellt, wollten kompakter verteidigen.“ Der Plan war klar: enger stehen, die gefährlichen Zonen zuschieben und vorne auf den einen Moment warten. Der Co-Trainer zollte auch dem Gegner Respekt: „Der Gegner war gut, speziell mit einem Mann mehr haben sie den Ball gut laufen lassen.“ Gleichzeitig betonte er die Konsequenz seiner Mannschaft: „Nichtsdestotrotz waren wir konsequent und haben alles wegverteidigt.“ Dass Amstetten mit vielen jungen Spielern auf dem Platz diese Phase überstand, war für Preqaj ein besonderer Punkt: „Der Wille, das Spiel unbedingt zu gewinnen, war unsere größte Stärke.“
Die Partie blieb bis in die Schlussphase offen – bis sich jener Moment anbahnte, auf den Amstetten lauerte. In Minute 87 traf Laurenz Fahrnberger zum 2:1, und es war genau das, was der Betreuerstab eingefordert hatte. „Das entscheidende Tor fiel nach einem Standard. Wir haben vor dem Spiel noch angesprochen, dass wir unbedingt ein Standardtor wollen – umso besser, dass es so passiert ist“, sagte Preqaj. In den Schlussminuten wurde es noch einmal hektisch, doch die Amstettner brachten die Führung über die Zeit. „Zum Schluss hat es sich angedeutet, dass von unserer Seite noch eine Chance kommt. In der Nachspielzeit haben wir noch gezittert, aber es gut über die Bühne gebracht.“ Ein kleiner Wermutstropfen blieb: „Die Entscheidung zur roten Karte war schwierig, weil eigentlich der Linienrichter vorher Abseits gegeben hat“, so seine Sicht. Unterm Strich überwog die Freude – auch, weil der Tabellenführer mit nun 51 Punkten seine Spitzenposition festigte, während Würmla bei 40 Zählern bleibt. „Mit so einer jungen Truppe das so runterzuspielen, ist den Jungs hoch anzurechnen“, fasste Preqaj zusammen. Für die Amstetten Amateure gilt es nun, den Schwung mitzunehmen und die letzten Runden mit derselben Konsequenz anzugehen.