In der 2. Landesliga West feierte die SG Großweikersdorf/Wiesendorf beim SC Weißenkirchen einen 4:2-Auswärtssieg. Nach einem 2:2 zur Pause legte die Höllrigl-Elf nach dem Seitenwechsel zu und nutzte ihr Umschaltspiel sowie die Chancen eiskalt. Trainer Christian Höllrigl lobte die Kompaktheit seiner jungen Truppe und sprach von einer reifen Reaktion nach einem kurzen „Donnerwetter“ in der Kabine. Weißenkirchen hatte viel vom Spiel – die Gäste entschieden es mit Effizienz und einem späten Doppelpack.

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Weißenkirchen erwischte den besseren Start und stellte nach neun Minuten durch Kosta Drazic auf 1:0. Die Gäste brauchten ein wenig, um Zugriff zu finden, blieben aber im Umschalten gefährlich. In Minute 25 setzte Tobias Eggenfellner das Ausrufezeichen zum 1:1, nur fünf Minuten später drehte Amadou Sanyang die Partie vorerst auf 1:2. Kurz vor dem Gang in die Kabinen gelang Weißenkirchen der Ausgleich: Tomas Binar traf in der vierten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:2. Trainer Christian Höllrigl ordnete die ersten 45 Minuten so ein: „Weißenkirchen war, wie erwartet, sehr dominant, sehr spielstark und zielstrebig. Wir haben dagegengehalten, waren im Umschalten präsent und haben die ersten Chancen gut genutzt.“ So ging es leistungsgerecht, aber aus Gästesicht unnötig offen, in die Pause.
In der Kabine wurde Höllrigl deutlich. „Zum Pausenstand von 2:2 muss ich sagen: Das hat mir gar nicht gepasst. Es gab ein kurzes Donnerwetter“, schilderte der Coach. Die Reaktion gefiel ihm umso mehr: „Die Jungs haben den Wink positiv aufgenommen, sind mit viel Selbstbewusstsein rausgekommen, haben Druck gemacht und sich Chancen herausgespielt.“ Die Mannschaft blieb kompakt, schaltete nach Ballgewinnen schnell um und belohnte sich. Randy Chiemezie stellte in der 69. Minute auf 2:3, zehn Minuten später legte er nach und traf in der 78. zum 2:4. „Unser schnelles Umschaltspiel und die konsequente Chancenauswertung haben heute den Ausschlag gegeben“, sagte Höllrigl, der zugleich die kollektive Leistung hervorhob: „Unsere Stärke war die Kompaktheit und das Teamauftreten. Jeder hat Einsatz gezeigt, hundert Prozent Siegeswillen – und wir haben die Ausbeute gehabt.“
Bei allem Jubel blieb der Trainer fair zum Gegner: „Weißenkirchen war sehr spielstark, dominant und zielstrebig, mit gutem Spiel nach vorne.“ Auch das Schiedsrichterteam bekam Lob: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Es gab für mich keine wirklich strittigen Situationen.“ Inhaltlich sah Höllrigl aber auch Arbeit vor sich: „Wir haben wegen der jungen Mannschaft immer wieder kleine Fehler, die in der Defensive gleich bestraft werden. Wir brauchen mehr Sicherheit und Stabilität, gerade bei den Jungen.“ Konkret gehe es um „Abstimmungs- und Kommunikationsprobleme, weil den Jungen oft noch die klare Stimme am Platz fehlt“.
Umso höher bewertete er den Sieg – auch angesichts der Ausfälle: „Das Zusammenspiel der gesamten Mannschaft war absolut gut. Trotz des ersatzgeschwächtem Kaders haben alle Moral, Stärke, Kampf- und Teamgeist gezeigt.“ Gegen den aktuellen Vierten der Tabelle setzte die neuntplatzierte SG damit ein Ausrufezeichen – und nimmt aus diesem 4:2 klare Hausaufgaben für die nächsten Einheiten mit.