In der 2. Landesliga West trennten sich der SC PREFA Lilienfeld und der SKU Ertl Glas Amstetten Amateure 2:2. Die Gäste führten nach Treffern von Thomas Rauch und Jonathan Kellnreitner zweimal, ehe ein später Standard den Punkt für Lilienfeld rettete. Co-Trainer Pjeter Preqaj sprach von einer bärenstarken ersten Hälfte und haderte mit der fehlenden Reife in der Schlussphase. Unterm Strich blieb ein Zähler, der sich nach dem Verlauf wie zwei verlorene anfühlte – auch weil Amstetten lange vieles im Griff hatte.

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Die Amstettner kamen energisch ins Spiel, setzten früh Akzente und belohnten sich schnell: In Minute 12 traf Thomas Rauch zum 0:1. Bis zur Pause hielten die Gäste das Tempo hoch und die Führung fest, zur Halbzeit stand es 0:1. Nach dem Seitenwechsel kam Lilienfeld über einen Konter zum Ausgleich: Yassin Elnour stellte in der 57. Minute auf 1:1 – aus Gästesicht „fast der erste richtige Torschuss“. Amstetten antwortete jedoch und ging erneut in Front: Jonathan Kellnreitner erzielte in der 82. Minute das 1:2. In einer intensiven Schlussphase kämpfte Lilienfeld weiter um jede Aktion und bekam in der Nachspielzeit einen Freistoß zugesprochen. Aus diesem Standard fiel das 2:2 durch Sebastian Poglitsch (90.+2). „Wir haben beim Freistoß nicht aufgepasst“, ärgerte sich Preqaj – der mögliche Auswärtssieg war dahin.
Nach dem Abpfiff ordnete Co-Trainer Pjeter Preqaj die Partie deutlich ein. „Das war eine unserer besten ersten Hälften, wir sind mit richtig guter Energie reingegangen“, sagte er und verwies darauf, dass seine Mannschaft das 1:0 machte, „den Deckel mit dem 2:0 aber nicht draufbekam“. Der Knackpunkt lag für ihn in den letzten Minuten. „Bei dem Standard haben wir uns zu sicher gefühlt, machen ein dummes Foul und passen beim Freistoß nicht auf.“ Insgesamt habe die Leistung gestimmt, die Einstellung sowieso: „Die Jungs wollten das Ding mitnehmen und klar machen.“ Warum es am Ende doch nicht reichte, fasste er knapp zusammen: „Uns hat am Ende die Reife gefehlt, das Spiel sauber fertigzuspielen. Trotzdem mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf.“ Der Vergleich mit der Vorwoche fiel ihm sofort ein: „Wie zuletzt gegen Großweikersdorf kassieren wir kurz vor Schluss den Ausgleich.“
Preqaj hatte auch ein Wort für den Gegner übrig. „Wir haben Lilienfeld etwas anders erwartet. Sie waren sehr kämpferisch und haben trotzdem mutig von hinten rausgespielt – das muss man loben. Es kam uns oft zugute, aber sie sind drangeblieben“, erklärte der Co-Trainer. Sportlich bleibt für die Amstetten Amateure alles drin: Laut aktueller Tabelle stehen sie mit 53 Punkten an der Spitze. „Natürlich sind wir traurig, dass es so gekommen ist. Aber Haitzendorf und Waidhofen/Thaya haben auch verloren – es ist noch alles offen“, sagte Preqaj. Der Fokus liegt nun darauf, die gute Energie aus der starken ersten Hälfte mitzunehmen und in den entscheidenden Momenten konzentriert zu Ende zu spielen.