Mit Rang fünf in der 2. Landesliga West hat SC Rathauskeller Melk die eigene Vorgabe erfüllt. Co-Trainer Alfred Konrad brachte die Saison in wenigen Worten auf den Punkt: "Das Ziel eins bis fünf haben wir erreicht." Nach einem Jahr mit Schwankungen in der Tabelle, einer auffälligen Schlussphase und ersten Veränderungen im Umfeld fällt die Bilanz in Melk deshalb unaufgeregt, aber insgesamt zufrieden aus.

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Dass Melk am Ende auf Platz fünf gelandet ist, wirkt beim Blick auf den Saisonverlauf durchaus passend. Die Mannschaft begann auf Rang zehn, war schon nach wenigen Runden Vierter und kletterte in Runde vier sogar auf Platz zwei. Genauso schnell ging es später aber auch wieder nach hinten, denn nach Runde sieben stand Melk wieder auf Platz zehn. Gerade dieser Verlauf zeigt, dass es keine ruhige Saison war, sondern eine mit mehreren Ausschlägen. Konrad hielt sich in seiner Einschätzung zwar kurz, seine Kernaussage ist aber deutlich: "Das Ziel eins bis fünf haben wir erreicht." Genau darum ging es am Ende, und genau dieses Ziel hat der Verein mit 46 Punkten erreicht. Zwischenzeitlich war Melk immer wieder im Bereich zwischen Rang vier und Rang acht zu finden, wirklich weit nach hinten durchgereicht wurde die Mannschaft aber nie.
Auch die letzten fünf Spiele haben noch einmal gut gezeigt, wie diese Saison für Melk insgesamt verlaufen ist. Auf ein klares 3:0 gegen USC Seitenstetten folgte eine 1:4-Niederlage bei SVg ATP Purgstall. Danach meldete sich die Mannschaft mit einem auffälligen 8:2 gegen USC kaschütz Rohrbach zurück, ehe in Gmünd wieder ein Rückschlag mit einem 0:2 kam. Zum Abschluss setzte Melk dann mit dem 3:0 gegen SK Eggenburg noch einmal ein sauberes Ergebnis. Gerade diese Abfolge steht sinnbildlich für die Spielzeit: Melk hatte Phasen, in denen vieles gelungen ist, musste aber auch immer wieder Niederlagen wegstecken. Dass die Mannschaft mit dem Sieg im letzten Saisonspiel noch auf Platz fünf gesprungen ist, gibt der Endabrechnung zusätzlich Gewicht. Der Schlusspunkt war damit wichtig, weil er die Saison nicht nur ordentlich beendete, sondern auch das selbst gesteckte Ziel absicherte.
Abseits der Tabelle klang Konrad in seinen Aussagen sachlich, aber positiv. "Die Stimmung ist aktuell gut", sagte der Co-Trainer, und auch personell scheint die Lage im Moment entspannt zu sein. "Aktuell haben wir keine verletzten oder angeschlagenen Spieler. Alles ist fit", so Konrad. Das ist gerade in einer langen Saison keine Nebensache, sondern ein Punkt, der für die Arbeit im Alltag viel bedeutet. Veränderungen gibt es dennoch, vor allem rund um den Verein. "Im Betreuerteam hat sich etwas geändert. Mit der neuen Saison 26/27 haben wir zwei neue Betreuer für das U23-Team, für unsere Young Lions", erklärte Konrad. Dazu kommen Abgänge im Kader: Marian Kocis, Sebastian Starkl, Petr Kurtin und Marco Hoppi werden nicht mehr dabei sein. Auffällig war auch, dass Konrad weder einen einzelnen Spieler besonders herausheben noch einen Gegner der Liga gesondert loben wollte. Das passt zu einem Gesamtbild, in dem weniger der Einzelne als vielmehr das Erreichen des Mannschaftsziels im Vordergrund steht. Für die neue Saison wollte er sich noch nicht festlegen, sportlich aber geht Melk mit einer erfüllten Vorgabe, guter Stimmung und klaren Veränderungen im Hintergrund in die nächste Phase.