In der 2. Landesliga West hat ASV EATON Schrems gegen SC Rathauskeller Melk mit 1:4 verloren, obwohl die Heimelf zunächst vorgelegt hatte. Für den Sportlichen Leiter Alfred Konrad lag der Schlüssel in zwei ganz bestimmten Momenten: im Doppelschlag kurz vor der Pause und in der Szene rund um das 3:1. Aus einem erwarteten Kampfspiel wurde so am Ende ein klarer Auswärtssieg.

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SC Rathauskeller Melk war mit viel Respekt ins Waldviertel gefahren, und Alfred Konrad machte auch im Rückblick klar, dass genau diese Haltung wichtig war. "Wir haben gewusst, dass es in Schrems ein schweres Spiel wird. Im Waldviertel hängen die Punkte sehr hoch", sagte der Sportliche Leiter. Zunächst lief die Partie auch genau in diese Richtung, denn ASV EATON Schrems ging in der 21. Minute durch Finn Gerstbauer 1:0 in Führung. Alfred Konrad sprach dabei von einem "wunderschönen Tor", mit dem die Gastgeber den Abend aus ihrer Sicht ideal eröffneten. SC Rathauskeller Melk blieb aber ruhig, kam in der 44. Minute durch Bilal Dzhabrailov zum Ausgleich und drehte die Partie noch vor dem Seitenwechsel. Laut Alfred Konrad kam der Ball dabei von der Seite, Bilal Dzhabrailov nutzte einen Stellungsfehler und schob zum 1:1 ein. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte köpfte Benjamin Zuber nach einem Eckball von Karim Sallam zum 1:2 ein. Für Alfred Konrad war genau das der erste große Knackpunkt: "Diesen Rückstand von 1:0 auf 1:2 zu drehen, war eine Schlüsselszene."
Nach der Pause war die Begegnung aus Sicht von SC Rathauskeller Melk noch längst nicht entschieden. Alfred Konrad sprach deshalb von einer zweiten Szene, die für ihn fast genauso wichtig war wie der Doppelschlag vor der Pause. Rund um die 59. oder 60. Minute hatte ASV EATON Schrems eine gute Aktion, die Sebastian Schaufler "souverän per Fuß" entschärfte, wie es der Sportliche Leiter schilderte. Statt eines möglichen Ausgleichstreffers fiel wenig später auf der anderen Seite das 1:3: Luca Meilhammer schloss in der 61. Minute aus rund 16 Metern ab und traf sehenswert. "Das war die zweite Schlüsselszene", sagte Alfred Konrad und meinte damit genau diese Abfolge aus Rettungstat und Gegentor für ASV EATON Schrems. Spätestens mit diesem Treffer hatte SC Rathauskeller Melk das Spiel deutlich in die eigene Richtung gezogen. In der Nachspielzeit setzte Alvi Bazaliev nach einem Konter noch das 1:4 drauf. Alfred Konrad nannte dieses vierte Tor später das "Sahnehäubchen" auf einen Abend, an dem sich seine Mannschaft nach schwierigem Beginn immer besser in die Partie hineingearbeitet hatte.
Dass SC Rathauskeller Melk die Partie nach dem Rückstand so klar drehen konnte, führte Alfred Konrad vor allem auf die Einstellung seiner Mannschaft zurück. Der Sportliche Leiter lobte die Vorbereitung durch den Cheftrainer Christian Maurer und sagte: "Es ist ihm gelungen, die Burschen optimal darauf einzustellen, dass es hier nur über Kampf, Laufbereitschaft und volle Konzentration geht. Dann kann man hier Punkte holen." Genau das habe seine Mannschaft umgesetzt. "Wir waren läuferisch top, kämpferisch top, und dann gelingen dir auch noch die Tore", sagte Alfred Konrad. Zugleich fand er auch klare Worte für ASV EATON Schrems, das sich nach seiner Einschätzung erst neu finden muss, in dieser Liga aber trotzdem ein guter und unangenehmer Gegner bleibt. Auch deshalb wertete er den Auftritt von SC Rathauskeller Melk als verdient: "Wir haben voll dagegengehalten und sind deshalb verdient als Sieger vom Platz gegangen." Diskussionen über den Schiedsrichter wollte Alfred Konrad gar nicht erst aufmachen, strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben. Viel länger wollte sich der Sportliche Leiter ohnehin nicht mit dem Abend aufhalten: "Schrems gegen Melk ist abgehakt. Nächste Woche wollen wir wieder eine tolle Performance abrufen, damit die drei Punkte im Schubertstadion bleiben."