Spielberichte

„Ab der 30. Minute waren wir besser im Spiel“ – USV Langenlois dreht nach zähem Start auf

USV Langenlois
Großweikersdorf/Wiesendorf

In der 2. Landesliga West hat USV Langenlois am zweiten Spieltag gegen SG Großweikersdorf/Wiesendorf einen klaren 5:0-Heimsieg gefeiert. Das Ergebnis fiel deutlich aus, der Weg dorthin war laut Trainer Gernot Holcmann aber nicht von Anfang an so klar, wie es der Endstand vermuten lässt. „Ab der 30. Minute waren wir besser im Spiel“, sagte er und verwies damit auf die Phase, in der seine Mannschaft die Partie immer mehr an sich zog.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Frühe Führung, aber lange keine klare Sache

Der 5:0-Endstand erzählt nur einen Teil dieses Abends. Zwar brachte Julian Marchsteiner den USV Langenlois schon in der 9. Minute mit 1:0 in Führung, doch Holcmann sprach danach bewusst nicht von einer Partie, die seine Mannschaft von Beginn an im Griff hatte. „In der ersten Halbzeit war es ein schwieriges Spiel, in dem wir etwas gebraucht haben, um ins Spiel zu kommen“, sagte der Trainer. Gerade SG Großweikersdorf/Wiesendorf habe seinem Team anfangs viel abverlangt. Holcmann meinte sogar, dass Langenlois in dieser Phase auch früher in Rückstand hätte geraten können. Erst nach rund einer halben Stunde habe sich das Bild langsam verändert, weil seine Mannschaft die Abstände besser hielt und gemeinsam gegen den Ball arbeitete.

Nach der Pause legte Langenlois entscheidend nach

Mit dem knappen 1:0 ging es in die Halbzeit, und nach dem Seitenwechsel bekam die Partie aus Sicht der Gastgeber dann eine deutlich klarere Richtung. Nico Nemec erhöhte in der 56. Minute auf 2:0, und genau dieses Tor hob Holcmann im Rückblick besonders hervor. „Das 2:0 war dann der Dosenöffner“, sagte er. Der Treffer gab Langenlois sichtbar mehr Sicherheit, und auch auf der Anzeigetafel ging es danach schnell weiter. Nur sieben Minuten später traf erneut Nico Nemec zum 3:0. In der Schlussphase schraubten Lukas Jedlicka in der 73. Minute und Giovanni Kotchev in der 82. Minute das Resultat noch weiter in die Höhe. So wurde aus einer anfangs offenen Begegnung am Ende doch ein sehr klarer Heimsieg.

Gegen den Ball besser, vorne konsequent

Holcmann erklärte den deutlichen Erfolg vor allem mit zwei Punkten, die ab etwa der 30. Minute immer besser funktioniert hätten. „Das Spiel gegen den Ball, das schnelle Umschalten hat sehr gut funktioniert und die Chancenauswertung war auch gut“, sagte der Trainer. Genau darin sah er den Unterschied, weil Langenlois mit fortlaufender Spielzeit kontrollierter wurde und seine Möglichkeiten konsequent nutzte. Gleichzeitig machte Holcmann deutlich, dass der Gegner vor allem vor der Pause alles andere als harmlos war. „Großweikersdorf war in der ersten Halbzeit sehr gut im Spiel, hat uns alles abverlangt und war immer gefährlich“, sagte er. Der Unterschied aus seiner Sicht: Die Gäste ließen ihre Chancen liegen, während seine Mannschaft die eigenen Tore machte und damit das Spiel nach und nach auf ihre Seite zog.

Zufrieden mit dem Start, aber ohne großen Überschwang

Auch einen Nebenaspekt sprach der Langenlois-Trainer nach dem Spiel an. Diskussionen habe es zwar gegeben, seine Kritik richtete sich dabei aber ausdrücklich nicht an den Schiedsrichter. „Der Schiedsrichter hat es eigentlich gut gemacht“, sagte Holcmann, nur einige Abseitsentscheidungen des Assistenten seien für ihn nicht nachvollziehbar gewesen. Am grundsätzlichen Fazit änderte das aber nichts. Der USV Langenlois hält nach zwei Runden bei sechs Punkten und ist damit Tabellenführer, entsprechend zufrieden fiel die erste Bilanz des Trainers aus. „Wir sind mit dem Start in die Meisterschaft zufrieden, mit sechs Punkten nach zwei Spielen“, sagte Holcmann. Viel mehr wollte er aus dem klaren Sieg aber nicht machen: „Wir schauen von Woche zu Woche und wollen hart weiterarbeiten.“ Genau so ordnete er auch dieses 5:0 ein – als guten Start, nicht als Grund, sich zurückzulehnen.

2. Landesliga West: Langenlois : Großw.dorf/Wiesendorf - 5:0 (1:0)

  • 82
    Giovanni Kotchev 5:0
  • 73
    Lukas Jedlicka 4:0
  • 63
    Nico Nemec 3:0
  • 56
    Nico Nemec 2:0
  • 9
    Julian Marchsteiner 1:0