Spielberichte

"Wir hätten das Spiel unbedingt gewinnen müssen" – ASV EATON Schrems hadert mit torlosem Abend

SG Annaberg/Lilienfeld
ASV Schrems

In der 2. Landesliga West hat sich SG Annaberg/SC PREFA Lilienfeld am Freitagabend mit ASV EATON Schrems 0:0 getrennt. Für die Gäste fühlte sich der Punkt nach Spielende aber nicht wie ein gewonnener an. Sportlicher Leiter Michael Scherzer sah nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte eine klar bessere zweite Halbzeit seiner Mannschaft – und vor allem zu viele liegengelassene Möglichkeiten bis hin zum vergebenen Elfmeter.

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach ausgeglichener erster Hälfte blieb das 0:0 bestehen

Was Michael Scherzer besonders ärgerte, war nicht ein einzelner Moment, sondern die Summe der Chancen, die ASV EATON Schrems ungenutzt ließ. Dabei begann die Partie aus Sicht der Gäste gleich mit einer wichtigen Szene in der Defensive. "Gleich zu Beginn gab es eine gute Tormannabwehr von Alexander Ruso gegen einen Angreifer von SG Annaberg/SC PREFA Lilienfeld", schilderte Scherzer. Danach kam ASV EATON Schrems selbst zu guten Möglichkeiten. Andreas Fuger hatte eine große Chance, ebenso Tim Koppensteiner, bei dessen Abschluss der Ball laut Scherzer noch auf der Linie gerettet wurde. So blieb es bis zur Pause beim torlosen Zwischenstand, der zu einer ersten Hälfte passte, die der sportliche Leiter insgesamt als ausgeglichen einordnete.

ASV EATON Schrems legt nach der Pause zu, aber das Tor fehlt

Nach dem Seitenwechsel sah Scherzer dann ein anderes Spiel. "In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel, in der zweiten Halbzeit waren wir überlegen", sagte er und machte deutlich, warum ihn das 0:0 nicht zufriedenstellte. ASV EATON Schrems war nach seiner Einschätzung das aktivere Team, kam wieder zu guten Möglichkeiten und blieb über weite Strecken am Drücker. Andreas Fuger und David Steffl fanden weitere Großchancen vor, welche aber wieder nicht genutzt werden konnten. Dazu kam am Ende der Partie noch ein Elfmeter, den Mario Desnica nicht verwerten konnte. Besonders klar begründete Scherzer seine Sicht des Remis mit einem weiteren Detail: "In der zweiten Halbzeit hat es keinen einzigen Torschuss von SG Annaberg/SC PREFA Lilienfeld auf unser Tor gegeben." Gerade deshalb fiel sein Urteil eindeutig aus: "Wir hätten das Spiel unbedingt gewinnen müssen."

Matchplan ging auf, nur die Belohnung blieb aus

Trotz des torlosen Endstands sprach Scherzer sehr positiv über die Leistung von ASV EATON Schrems. Für ihn lag das Problem nicht in der Spielanlage, sondern ausschließlich in der fehlenden Verwertung der Möglichkeiten. "Die taktische Umsetzung der Vorgaben des Trainers hat hervorragend funktioniert", betonte er. Sowohl im Spiel gegen den Ball aber auch in den Umschaltmomenten habe seine Mannschaft genau das umgesetzt, was vom Trainer vorbereitet worden war. "Die Mannschaft hat als Team sehr gut gearbeitet", sagte Scherzer, der auch im Auftreten des Gegners keine Überraschung sah. "SG Annaberg/SC PREFA Lilienfeld hat so agiert, wie wir der Trainer es erwartet und die Mannschaft dementsprechend hat. Der Matchplan unseres Trainers hat sehr gut funktioniert." Umso mehr wurmte ihn, dass aus einer aus seiner Sicht kontrollierten und überlegenen zweiten Halbzeit kein Sieg geworden war. Die Erklärung dafür lieferte er knapp, aber unmissverständlich: "Es lag an der Vielzahl an vergebenen Chancen."

Viel Lob für die eigene Mannschaft, klare Einordnung des Punktes

Diskussionen über andere Themen wollte Scherzer nach dem Schlusspfiff gar nicht erst aufkommen lassen. Auch die Leistung des Schiedsrichters bewertete er ausdrücklich positiv. "Die Leistung des Schiedsrichters war sehr souverän", sagte der sportliche Leiter und lobte dessen konstante Linie. Der Blick ging damit noch stärker auf die eigene Mannschaft, der Scherzer ein gutes Zeugnis ausstellte. "Ich ziehe den Hut vor unserer Mannschaftsleistung", erklärte er zum Abschluss. In der Tabelle steht ASV EATON Schrems nach drei Runden nun bei vier Punkten, doch das 0:0 bei SG Annaberg/SC PREFA Lilienfeld bleibt aus Sicht der Gäste vor allem deshalb ein Abend der vergebenen Möglichkeiten, weil der Auftritt nach der Pause deutlich nach mehr ausgesehen hatte als nur nach einem Remis.