Spielberichte

„Die letzte Viertelstunde war wieder unser Manko“ – SC Gmünd gibt gegen SG Haitzendorf/Grafenwörth 3:1 her

SC Gmünd
Haitzendorf/Grafenwörth

In der 2. Landesliga West hat SC Gmünd gegen SG Haitzendorf/Grafenwörth beim 3:3 lange nach einem Sieg ausgesehen. Nach einer 3:1-Führung bis in die Schlussphase blieb am Ende aber nur ein Punkt. Wolfgang Dürnitzhofer sprach trotzdem von einem guten, kämpferischen Auftritt, haderte jedoch mit der letzten Viertelstunde. Genau dort gab seine Mannschaft einen möglichen Sieg aus der Hand, nachdem die Partie bis dahin sehr ordentlich gelaufen war.

Weiß-Schwarze Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Tore und Martin Helds Doppelschlag

Aus Sicht der Gastgeber hatte die Partie von Beginn an einiges zu bieten. Schon in der 3. Minute brachte Simon Premm den SC Gmünd in Führung. Dürnitzhofer sprach von einem Treffer, bei dem Premm „den Torwart mit einem wunderschönen Weitschuss überhob“. Die Antwort der SG Haitzendorf/Grafenwörth ließ aber nicht lange auf sich warten, denn Stefan Nestler stellte schon in der 9. Minute auf 1:1. Danach fand SC Gmünd wieder besser ins Spiel und schlug noch vor der Pause zurück. Nach Vorarbeit von Mathias Haider auf der rechten Seite traf Martin Held in der 29. Minute per Kopf zum 2:1, das zugleich auch den Halbzeitstand bedeutete. Als Held dann in der 64. Minute nach einer Einzelaktion auch noch das 3:1 nachlegte, war die Heimelf lange Zeit klar auf Kurs.

Nach dem 3:1 kippt die Partie doch noch

Gerade deshalb war die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff auf Gmünder Seite spürbar. „Wir waren bis zur 75. Minute näher am Sieg, weil wir schon zwei Tore Vorsprung gehabt haben“, sagte Dürnitzhofer im Rückblick. Dann änderte sich das Bild aber noch einmal. Michael Wildpert verkürzte in der 74. Minute per Weitschuss auf 3:2, dazu setzte Regen ein, was Dürnitzhofer als zusätzlichen Faktor ansprach. In dieser Phase bekam die SG Haitzendorf/Grafenwörth mehr Druck ins Spiel, während der SC Gmünd an Ruhe verlor. „Leider hat in den letzten Minuten die Konzentration gefehlt“, sagte der Obmann-Stellvertreter. Rudolf Pirkner traf schließlich in der 88. Minute noch zum 3:3 und bestrafte damit eine Schlussphase, in der die Gastgeber den Gegner wieder stärker ins Spiel kommen ließen.

Kampfgeist war da, der Gegner blieb gefährlich

Trotz des späten Ausgleichs wollte Dürnitzhofer den Auftritt seiner Mannschaft nicht auf die verpassten zwei Punkte reduzieren. „Unsere Mannschaft hat diesmal eine sehr kämpferische Leistung auf den Platz gebracht. Die Einsatzbereitschaft war sehr groß. Das Umschaltspiel hat auch gut funktioniert“, hielt er fest. Gerade gegen so einen Gegner sei das keine Selbstverständlichkeit gewesen. Die SG Haitzendorf/Grafenwörth beschrieb er als „sehr gute Mannschaft“ und als einen Gegner, den man als Titelaspiranten nicht unterschätzen dürfe. Umso mehr ärgerte ihn, dass SC Gmünd mit dem 3:1 eigentlich schon gezeigt hatte, dass man auch gegen so einen Gegner Paroli bieten kann. Über weite Strecken gelang das auch, nur in der entscheidenden Phase fehlte am Ende die letzte Konsequenz.

Eine Szene bleibt hängen, der Blick geht nach vorne

Ganz ohne Diskussionen ging die Partie aus Sicht der Gastgeber dennoch nicht zu Ende. Dürnitzhofer betonte zwar, dass es insgesamt nur wenige strittige Situationen gegeben habe und der Schiedsrichter das Spiel grundsätzlich nicht beeinflusst habe. Eine Szene kurz vor dem 3:3 blieb bei ihm aber hängen. Vor dem Freistoß, aus dem der Ausgleich entstand, habe Philipp Müller den Ball in einem Zweikampf sauber erobert, trotzdem sei auf Foul entschieden worden. Entscheidend war für ihn am Ende aber vor allem das eigene Verhalten. „Die letzte Viertelstunde war letztlich wieder unser Manko“, sagte er. Genau daran müsse der SC Gmünd nun arbeiten. Der Auftritt habe gezeigt, dass Einsatz, Kampfgeist und Spielwitz da sind. Im nächsten Spiel soll daraus dann auch wieder mehr als nur ein Punkt werden.

2. Landesliga West: SC Gmünd : Haitzendorf/Grafenwörth - 3:3 (2:1)

  • 88
    Rudolf Pirkner 3:3
  • 74
    Michael Wildpert 3:2
  • 64
    Martin Held 3:1
  • 29
    Martin Held 2:1
  • 9
    Stefan Nestler 1:1
  • 3
    Simon Premm 1:0