In der 2. Landesliga West hat sich SG Waidhofen/Ybbs am Freitagabend mit 1:0 gegen den SC Weißenkirchen durchgesetzt. Nach einem zähen 0:0 zur Pause entschied Florian Mathias Heigl die intensive Partie auf tiefem Boden in Minute 71. Trainer Niko Saric sah dabei kein Spiel für große Leichtigkeit, sondern eines, das seine Mannschaft mit Geduld, Konsequenz gegen den Ball und einem entscheidenden Standard für sich zog.

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Von Beginn an war es genau die Partie, die Saric nach dem Schlusspfiff beschrieb: intensiv, eng und alles andere als leicht zu spielen. Der Trainer machte vor allem die Bedingungen und die Ausrichtung des Gegners als prägende Faktoren aus. "Es war auf diesem sehr tiefen Boden eine sehr intensive Partie. Der Gegner ist sehr tief gestanden und hat nur auf Umschaltmomente gewartet", sagte der Waidhofen-Coach. Seine Mannschaft hatte zwar phasenweise gute Ansätze und fand nach seiner Einschätzung auch Lösungen, doch im letzten Drittel fehlte lange die nötige Klarheit. "Wir haben phasenweise gute Lösungen gefunden, aber im finalen Abschluss war immer wieder ein Fuß dazwischen, oder wir haben es zu kompliziert gemacht. Uns hat einfach die Leichtigkeit gefehlt", brachte es Saric auf den Punkt. So blieb es zur Pause folgerichtig beim 0:0, weil Waidhofen zwar das Spiel bearbeiten musste, daraus aber noch keinen Ertrag ziehen konnte.
Dass so eine Begegnung am Ende durch eine Standardsituation entschieden wird, passte zum Verlauf des Abends. Für Saric war deshalb sofort klar, welcher Moment der wichtigste war: "Das 1:0." Der Treffer in Minute 71 fiel nach einem Freistoß, den sich Waidhofen nach einem Foul an Dominik Kammerhofer erarbeitet hatte. Saric schilderte die Szene so: "Unser Kapitän Niki Obermüller hat den Freistoß sensationell hineingedreht, und auf der zweiten Stange kommt Florian Heigl angerauscht und setzt den Kopfball wuchtig." Genau dieser Ball brachte die Entscheidung. Florian Mathias Heigl war zur Stelle und sorgte mit seinem Treffer dafür, dass aus dem lange zähen Abend doch noch ein Heimsieg wurde. Viel mehr brauchte es in dieser Partie nicht, weil beide Mannschaften das Spiel über weite Strecken eng hielten und jeder Fehler sofort Gewicht hatte.
So sehr der Standard die drei Punkte brachte, so klar war für den Waidhofen-Trainer auch, wo die Grundlage für den Sieg lag. Saric hob nicht als Erstes die Offensivaktion zum Tor hervor, sondern die Arbeit seiner Mannschaft ohne Ball. "Das Spiel gegen den Ball. Das konzentrierte, konsequente Spiel gegen den Ball war viel, viel besser als in den letzten Wochen", sagte er. Genau darin sah er den Schlüssel, weil seine Elf dadurch die Ordnung hielt und dem Gegner wenig Luft gab. Dazu kam aus seiner Sicht auch personelle Stabilität. Saric verwies ausdrücklich auf die Rückkehr des wieder fitten Florian Schleindlhuber: "Der gibt uns wieder Stabilität, gibt uns Sicherheit, und das war der Schlüssel zum Erfolg." Für Waidhofen war es damit einer jener Abende, an denen nicht Glanz, sondern Disziplin und sauberes Arbeiten den Ausschlag gaben.
Dass dieser Sieg hart erarbeitet war, stellte Saric trotz des Erfolgs mehrfach heraus. Er sprach dem Gegner Respekt aus und sah eine Mannschaft, die genau wusste, wie sie Waidhofen fordern kann. "Der Gegner hat eine gesunde Härte an den Tag gelegt, tief verteidigt und das phasenweise sehr clever gelöst. Die haben unser Leben richtig schwer gemacht", sagte der Trainer. Gerade deshalb ordnete er das 1:0 als typisches enges Spiel ein, in dem am Ende das bessere Momentum den Unterschied machte. Diskussionen über den Unparteiischen wollte Saric gar nicht erst aufmachen. "Der Schiedsrichter hat seinen Job gut gemacht. Alles gut", sagte er. So blieb unter dem Strich ein knapper, aber wichtiger Heimsieg, mit dem Waidhofen nach zehn Runden bei 25 Punkten hält und in der Tabelle ganz vorne bleibt. Es war kein Abend für Spektakel, aber einer, an dem die Gastgeber genau das zeigten, was in solchen Spielen oft am meisten zählt: Ruhe, Geduld und den langen Atem.