In der 2. Landesliga West setzte sich SK Eggenburg gegen SC Rathauskeller Melk mit 3:0 durch. Aus Melker Sicht war die Niederlage unterm Strich verdient, auch wenn die Gäste nach der Pause eine Phase hatten, in der sie besser im Spiel waren. Sportlicher Leiter Alfred Konrad machte vor allem das mögliche Anschlusstor und Eggenburgs Effizienz vor dem Tor als Unterschied aus.

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Aus Sicht der Gäste nahm die Partie früh eine Richtung an, die sich bis zur Pause auch im Ergebnis widerspiegelte. Konrad sprach davon, dass Eggenburg schon in der Anfangsphase mehr vom Spiel hatte und Melk erst einmal damit beschäftigt war, in die Partie zu finden. In der 17. Minute brachte Thomas Reichenvater die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und dieser Treffer passte für den Melker Sportlichen Leiter durchaus ins Bild des ersten Durchgangs. „Die ersten 15 Minuten hatte Eggenburg eine leichte Dominanz. Aufgrund der ersten Hälfte waren sie uns ein bisschen überlegen, deshalb geht der Pausenstand auch in Ordnung“, sagte Konrad. Dass es mit diesem 1:0 in die Kabinen ging, ließ Melk zwar alle Möglichkeiten offen, änderte aber nichts daran, dass Eggenburg die klarere und rundere erste Halbzeit ablieferte.
Ein wichtiger Punkt in der Analyse des Melker Sportlichen Leiters war die personelle Lage in der Defensive. Benjamin Zuber konnte verletzt nicht spielen, und nach rund 20 Minuten musste auch Harald Hauser ausgewechselt werden. Damit war Melk schon sehr früh zu Änderungen gezwungen, die so vor dem Anpfiff nicht vorgesehen waren. „Wir haben improvisieren müssen. Nach 20 Minuten musste unser zweiter Innenverteidiger raus, also mussten zwei zentrale Mittelfeldspieler die Position in der Innenverteidigung übernehmen. Das hat im Großen und Ganzen ganz gut funktioniert“, erklärte Konrad. Gerade deshalb war aus seiner Sicht nicht alles schlecht, was seine Mannschaft ablieferte. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass Eggenburg vorne schwer zu bändigen war. Vor allem Thomas Reichenvater und später auch Mario Rekirsch sorgten dafür, dass die Gäste immer wieder alle Hände voll zu tun hatten, um die Partie nicht früher aus der Hand zu geben.
Der Moment, an dem Melk die Partie vielleicht noch einmal hätte öffnen können, lag für Konrad klar nach dem Seitenwechsel. Seine Mannschaft kam besser aus der Pause, war ungefähr 20 Minuten lang ordentlich im Spiel und hätte in dieser Phase mit einem Treffer Druck aufbauen können. Genau dort sah er den Knackpunkt des Abends. „Die 20 Minuten in der zweiten Halbzeit waren ganz okay von uns. Da wäre die Möglichkeit gewesen, dass wir ein Auswärtstor machen“, sagte Konrad. Weil Melk diese Phase nicht in ein Tor ummünzen konnte, blieb Eggenburg vorne. In der 78. Minute erhöhte Mario Rekirsch auf 2:0, in der 87. Minute stellte Reichenvater mit seinem zweiten Treffer des Abends den 3:0-Endstand her. Diskussionen über den Unparteiischen wollte Konrad gar nicht erst aufkommen lassen. „Die Schiedsrichterleistung war unauffällig, es gab keine gravierenden und entscheidenden Momente“, hielt er fest. Sein Gesamturteil fiel deshalb nüchtern aus: „Summa summarum geht der Sieg für Eggenburg in Ordnung, weil sie im Sturm effizienter waren.“ Für Melk bleibt damit eine Niederlage, in der trotz aller personellen Probleme zumindest in der guten Phase nach der Pause mehr drin gewesen wäre.