Spielberichte

Nach dem 1:1 kippte das Spiel für Großweikersdorf: „Die Rote Karte war der entscheidende Moment“

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SC Gmünd
Großweikersdorf/Wiesendorf

In der 2. Landesliga West hat die SG Großweikersdorf/Wiesendorf am Freitagabend beim SC Gmünd mit 1:3 verloren. Nach einem frühen Rückstand kam die Elf von Trainer Günther Svarc zwar zurück, glich kurz nach der Pause aus und war laut ihrem Coach über weite Strecken ordentlich im Spiel. Für den Trainer kippte die Partie dann aber mit der Roten Karte in der 62. Minute.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

Image by Lutz Peter from Pixabay

Früher Rückstand, danach wieder besser drin

Der Abend begann für Großweikersdorf so, wie man ihn in Gmünd nicht beginnen wollte. Schon in der 4. Minute brachte Jakub Held die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und genau diese Anfangsphase störte Svarc im Rückblick besonders. „Wir hatten einen schlechten Start und sind mit einem blöden Fehler in Rückstand geraten“, sagte der Trainer. Danach sah er seine Mannschaft aber keineswegs auseinanderfallen. „Wir sind dann eigentlich ziemlich gut ins Spiel zurückgekommen, waren feldüberlegen und hatten gute Möglichkeiten“, so Svarc. Zur Pause lag sein Team zwar weiter 0:1 hinten, der Coach hatte aber das Gefühl, dass seine Mannschaft die Partie wieder offener gestalten und sich in das Spiel hineinarbeiten konnte.

Der Ausgleich war da, dann kam die Schlüsselszene

Nach dem Seitenwechsel bestätigte sich diese Einschätzung zunächst schnell. In der 50. Minute glich David Schüschner zum 1:1 aus, und Svarc sprach davon, dass sich seine Mannschaft „ziemlich früh“ nach der Pause für diese Phase belohnt habe. Lange hielt das Gleichgewicht aber nicht. In der 62. Minute wurde Tobias Petr Kouril ausgeschlossen, und genau dort verortet der Trainer den Knackpunkt des Abends. „Der entscheidende Moment war aus meiner Sicht natürlich die Rote Karte“, sagte Svarc. Zur umstrittenen Szene meinte er: „Aus meiner Sicht war es nur ein Schuss auf den Oberschenkel und nicht auf die Hand.“ Nur eine Minute später stellte Simon Premm auf 2:1 für Gmünd, ehe Jakub Held in der 86. Minute mit seinem zweiten Treffer den Endstand herstellte.

Zu viele Fehler, zu wenig Ertrag

Trotz der Niederlage wollte Svarc seiner Mannschaft den Einsatz nicht absprechen. „Die Mannschaft hat bis zum Schluss ziemlich gut gekämpft und alles Mögliche probiert“, sagte er, auch wenn dieser Aufwand am Ende nicht belohnt wurde. Den Unterschied machte für ihn weniger eine klare Überlegenheit des Gegners als die Fehlerquote. „Die Chancenverwertung war nicht optimal, und wir haben ein, zwei Fehler zu viel gemacht, die momentan einfach bestraft werden“, erklärte der Coach. Auf die Frage, was Gmünd besser gemacht habe, fiel seine Antwort knapp aus: „Weniger Fehler.“ Svarc sprach sogar von der „glücklicheren Mannschaft“, die gewonnen habe. Über die strittige Szene vor der Roten Karte werde man aus Sicht der Gäste noch reden, die Leistung des Unparteiischen insgesamt bezeichnete er beidseitig als „sehr speziell“. Für Großweikersdorf bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Reaktion nach dem frühen 0:1 und dem Ausgleich nach der Pause da war, sich die Mannschaft für diese Phasen aber nicht belohnte.

2. Landesliga West: SC Gmünd : Großw.dorf/Wiesendorf - 3:1 (1:0)

  • 86
    Jakub Held 3:1
  • 63
    Simon Premm 2:1
  • 50
    David Schüschner 1:1
  • 4
    Jakub Held 1:0