Spielberichte

Johannes Kohl, Sektionsleiter SC Hohenruppersdorf: „Ergebnis spiegelt unsere Leistung nicht wider“

Hohenruppersdorf
UFC Gnadendorf

Der SC Hohenruppersdorf musste sich in der Bezirksklasse Weinviertel dem UFC Gnadendorf knapp mit 1:2 geschlagen geben – trotz vieler eigener Möglichkeiten. Sektionsleiter Johannes Kohl sprach von einem bitteren Abend und haderte vor allem mit der Chancenverwertung. Hohenruppersdorf war aus seiner Sicht das aktivere Team, bekam aber zwei Gegentreffer nach langen Bällen und kam durch Daniel Steiner nur noch zum Anschluss. Der Wind spielte dabei eine Rolle, der Gäste-Tormann hielt stark.

Zwei Fußballspieler im Kampf um den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückstand, später Anschluss – der Spielverlauf

In die Partie fand Hohenruppersdorf ordentlich hinein, doch nach gut einer Viertelstunde lag die Heimelf zurück. In der 18. Minute nutzte Filip Holcapek den ersten klaren Angriff der Gäste und stellte auf 0:1. Bis zur Pause blieb es dabei, auch weil Gnadendorf bei langen Bällen gefährlich blieb und Hohenruppersdorf seine Chancen nicht nutzte.

Der zweite Durchgang begann denkbar ungünstig: Wieder traf Holcapek und erhöhte in Minute 49 auf 0:2. Hohenruppersdorf antwortete, blieb am Drücker und belohnte sich durch Daniel Steiner in der 64. Minute mit dem 1:2. Danach warf die Heimelf viel nach vorne. „Kein bestimmter Moment – die Chancen waren übers ganze Match verteilt“, schilderte Sektionsleiter Johannes Kohl. „Vor allem in der Schlussphase hatten wir sehr viele gute Möglichkeiten, da müsste zumindest der Ausgleich fallen.“ Trotz Druck und Laufbereitschaft blieb es am Ende beim knappen Rückstand.

Viele Chancen, wenig Ertrag – Kohls klare Bilanz

Unmittelbar nach Abpfiff fasste Johannes Kohl die Gefühlslage zusammen: „Es war ein sehr bitterer Abend für uns. Das Ergebnis ist sehr enttäuschend, weil es die Leistung meiner Meinung nach überhaupt nicht widerspiegelt.“ Er betonte mehrfach, wie aktiv seine Mannschaft auftrat und wie oft sie in Abschlusspositionen kam: „Wir haben sehr viele Chancen herausgespielt, sind aber an der Verwertung gescheitert.“

Für Kohl ist die Stellschraube damit klar benannt: „Einerseits muss die Chancenverwertung verbessert werden, vielleicht aber auch der Wille, ein Tor zu erzielen.“ Gleichzeitig wollte er die Leistung nicht kleinreden: „An und für sich sind wir gut aufgetreten und haben das Spiel über die ganze Länge dominiert.“ Zwischen Anspruch und Ertrag klaffte an diesem Abend eben eine Lücke.

Wind, lange Bälle und ein starker Tormann – der weitere Blick

In seiner Analyse ordnete Kohl auch die Rahmenbedingungen ein. „Der Wind hat das Spiel für uns sehr schwierig gemacht und dem Gegner in die Hände gespielt“, erklärte er. Gnadendorf agierte oft pragmatisch: lange Bälle vom Tormann oder aus der Abwehr, immer wieder der direkte Weg auf den Stürmer. Daraus fielen auch die Gegentreffer. „Beide Gegentore waren vermeidbar. Es waren lange Bälle, bei denen wir uns bei den Kopfbällen in der Verteidigung verschätzt haben – und so war es für den Stürmer jeweils leicht, im Eins-gegen-eins gegen unseren Tormann abzuschließen“, ärgerte sich Kohl.

Positiv hob er den Schlussmann der Gäste hervor: „Der Tormann bei Gnadendorf war auf jeden Fall sehr gut.“ Strittige Szenen sah er nicht: „Am Schluss gab es ein paar gelbe Karten, aber das war normal.“ Für den Ausblick bleibt die Marschroute simpel: an Abschlüssen und Entschlossenheit arbeiten. In der Tabelle hält Gnadendorf bei 13 Punkten, Hohenruppersdorf bei 6 – die Chance zur Antwort bietet das nächste Spiel, in dem die guten Phasen diesmal auch zählbar werden sollen.

Bezirksklasse Weinviertel: Hohenruppersdorf : Gnadendorf - 1:2 (0:1)

  • 64
    Daniel Steiner 1:2
  • 49
    Filip Holcapek 0:2
  • 18
    Filip Holcapek 0:1