In der Bezirksklasse Weinviertel setzte sich der FC Kreuzstetten beim UFC Gnadendorf mit 5:3 durch. Nach frühem Rückstand drehte Kreuzstetten die Partie, ließ Gnadendorf nach der Pause noch einmal herankommen und machte den Deckel spät drauf. Obmann Markus Stark sprach von einem Arbeitssieg: „Die überlegene Physis, unsere Zweikampfstärke und schnellere Entscheidungen haben heute den Ausschlag gegeben.“ Besonders wichtig: der frühe Ausgleich und eine klare Pausenführung, die trotz wackliger Phase nach Seitenwechsel reichte.

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Gnadendorf erwischte den besseren Start und ging nach neun Minuten durch Filip Holcapek 1:0 in Führung. Kreuzstetten brauchte nur kurz, um zu antworten: Jonas Spitzer glich in Minute 12 aus, Sezer Kurt legte zwei Minuten später das 1:2 nach, und in der 20. Minute erhöhte Felix Andreas Groß auf 1:3 – eine furiose Phase, die das Spiel kippte. Markus Stark ordnete die erste halbe Stunde so ein: „Wir waren in der Anfangsphase klar überlegen, haben zwar ein dummes Gegentor durch einen individuellen Fehler bekommen, aber das schnell wieder in den Griff bekommen und die Führung übernommen.“ In der Schlussphase der ersten Halbzeit ließ Kreuzstetten etwas nach. „Die letzten zehn Minuten vor der Pause haben wir das Spiel ein bisschen aus der Hand gegeben“, meinte Stark, ohne dass sich das am Pausenstand von 1:3 änderte.
Aus der Kabine kam Gnadendorf aktiver zurück und verkürzte in der 51. Minute durch Martin Zitka auf 2:3. Kreuzstetten wirkte in dieser Phase nicht mehr so klar wie zuvor. „Wir wollten an die ersten 30 Minuten anknüpfen, sind aber schwer reingekommen und waren zu hastig, zu unüberlegt“, erklärte Stark die wacklige Phase. Sein Team fand die passende Antwort: In Minute 62 stellte Felix Andreas Groß mit seinem zweiten Treffer auf 2:4. Gnadendorf gab nicht auf, kam in der 86. Minute erneut durch Zitka auf 3:4 heran. Den Schlusspunkt setzte schließlich ein Eigentor von Manfred Habitzl in der 88. Minute zum 3:5. „Dann ist die Partie noch einmal eng geworden, aber wir haben sie verdient gewonnen“, bilanzierte Stark.
In der Analyse ließ der Kreuzstetten-Obmann keinen Zweifel daran, was den Unterschied machte: „Die überlegene Physis, dass wir fitter waren, zweikampfstärker und schneller in den Entscheidungen.“ Auch inhaltlich hatte sein Team in Halbzeit eins vieles im Griff. „Gut funktioniert hat die Zweikampfquote, wir haben die Duelle angenommen und gewonnen.“ Gnadendorf bekam dennoch Lob: „Sie haben an sich geglaubt, waren mutig und haben nach vorne gespielt und waren kurzzeitig knapp dran.“ Dass dem Favoriten vier Leistungsträger fehlten, wollte Stark nicht als Ausrede verstanden wissen: „Trotzdem mussten wir das mit unserer Qualität klar gewinnen – was wir am Ende auch getan haben.“ Zur Leitung des Unparteiischen sagte er: „Es gab einige fragwürdige Entscheidungen. Das Spiel war sehr hart geführt. Da hätte der Schiedsrichter etwas mehr pfeifen können, um die Hitze rauszunehmen. Im Großen und Ganzen kann man drüber diskutieren, muss man aber nicht.“
Als Schlüsselmomente hob Stark zwei Szenen hervor: „Wichtig war der Ausgleich zum 1:1 durch Jonas Spitzer, damit wir den Rückstand schnell egalisiert haben, und die 1:3-Führung zur Halbzeit, die die Richtung vorgegeben hat.“ Für die nächsten Wochen hat Kreuzstetten dennoch klare Hausaufgaben. „Wir müssen in Führung ruhiger bleiben, nicht jeden Ball sofort in die Tiefe spielen, sondern das Spiel sauber aufbauen und ruhig zu Ende spielen.“
Unterm Strich stand aber das Ergebnis – und die Art, wie es zustande kam. „Zweikampfstärke, Entschlossenheit – es war ein verdienter Arbeitssieg. Wir haben die drei Punkte mitgenommen und sind damit zufrieden“, fasste Stark zusammen. Mit dem 5:3 in Gnadendorf bleibt Kreuzstetten vorne dran und nimmt viel Selbstvertrauen mit.