Ruhige Töne und klare Ziele bei der SG Hüttendorf/Paasdorf: In der Bezirksklasse Weinviertel steht das Team aktuell auf Rang vier, doch Trainer Wolfgang Meier sieht Luft nach oben. „Mit der Rückrunde sind wir von der Leistung her zufrieden, mit der Punkteausbeute nicht“, sagt er und verweist auf zwei Remis, die wurmen. Gleichzeitig beschreibt Meier ein familiäres Umfeld ohne Bezahlspieler, wenig Lärm, viel Zusammenhalt – und einen Kader, der punktuell verstärkt werden soll. Die Marschroute für den Sommer ist klar: „Zur neuen Saison heißt’s volle Attacke – wir wollen unter die Top drei.“

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Wolfgang Meier blickt differenziert zurück. „Grundsätzlich sind wir mit der Rückrunde und den gezeigten Spielen zufrieden. Mit der Punkteausbeute können wir nicht zufrieden sein“, fasst der Coach zusammen. Besonders zwei Unentschieden stören ihn: „In diesen Partien waren wir mit der Leistung gar nicht einverstanden.“ In der Tabelle pendelte Hüttendorf/Paasdorf über weite Strecken der Saison zwischen Platz drei und fünf und hält aktuell bei 16 Zählern – solide, aber aus Meiers Sicht ausbaufähig. Für ein klares Bild sorgt seine Einordnung der Gegner: „Beeindruckt hat uns eigentlich niemand. Kreuzstetten war der stärkste Gegner – das war das einzige Spiel, in dem wir wirklich chancenlos waren. Die haben uns an dem Tag klar dominiert.“ Gegen Teams aus dem hinteren Drittel blieb seine Elf laut Meier hingegen ohne Niederlage, enge Duelle wie daheim gegen Michelstetten blieben lange offen.
Die Stimmung im Verein beschreibt Meier auffallend entspannt. „Bei uns ist es sehr ruhig. Wir sind ein familiär geführter Verein, wir haben keine bezahlten Spieler – jeder ist am Fußballplatz, um Spaß zu haben.“ Das nimmt Druck, soll aber die Ambitionen nicht schmälern. Am Transfermarkt setzt Hüttendorf/Paasdorf auf Nähe statt auf große Namen: „Wir sind mit mehreren Spielern in Kontakt – Freunde, Kollegen, die am Ende ihrer Karriere stehen und einfach noch kicken wollen. Zwei, drei könnten uns sportlich sicher helfen.“ Eine Personalie steht fest: „Unser Tormann wird den Verein verlassen. Er geht nach Aspern an der Zaya“, so Meier. Die Lösung soll aus dem eigenen Umfeld kommen: „Da werden wir nach einer internen Lösung suchen.“ Verletzungssorgen gibt es aktuell keine – eine gute Basis für die Vorbereitung.
Sportlich trägt das Team einige klare Achsen. Meier nennt als Fixpunkte den Abwehrchef und Kapitän Oktay, im Zentrum „Ibrahim oder Mario“, vorne „Tobias“ – Spieler, die für Stabilität und Zielstrebigkeit stehen. „Es gibt mehrere, die bei uns tragende Säulen sind. Die sind Gott sei Dank alle da und topmotiviert“, betont der Trainer. Der Startschuss für die neue Runde ist terminiert: „Wir machen drei Wochen Pause und starten am 14. Juli in die Vorbereitung. Dann haben wir fünf Wochen, in denen wir gut an unseren Defiziten arbeiten.“ Die Zielmarke steht unmissverständlich: „Zur neuen Saison heißt’s volle Attacke. Wir wollen unter die besten drei Mannschaften und so lange wie möglich vorne mitspielen.“ Auf der ruhigen Vereinsbasis soll eine noch konsequentere Punktejagd folgen – mit einer internen Torhüter-Lösung und gezielten Verstärkungen aus dem Freundeskreis.