Ein Abend der Wende und der klaren Worte: Der SC Neusiedl/Zaya drehte gegen SK Miet-Tech Wullersdorf ein 0:1 zur Pause (Torschütze: Christopher Fend) noch in ein 4:3 (Torschütze zum 4:3: Raphael Daubeck) – ein Auftritt, der in der Gebietsliga Nord/Nordwest vor allem von Tempo, Anpassungen und Effizienz nach dem Seitenwechsel geprägt war. Für Sedat Sahin war das Endergebnis im Gesamtbild stimmig: "Im Endeffekt schon." Er hob die Entschlossenheit seiner Mannschaft nach Wiederbeginn hervor und sprach von einem technisch geprägten, fair geführten Duell ohne überharte Zweikämpfe. In der Schlussphase wurde es zwar noch einmal eng, die Erleichterung überwog jedoch – auch weil taktische Korrekturen griffen und Standardsituationen aus seiner Sicht eine zentrale Rolle spielten.

Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay
Sahin ordnete die erste Hälfte nüchtern ein: "In der ersten Halbzeit lagen wir 0:1 zurück (Torschütze: Christopher Fend) – verdient, denn der Gegner hatte ein kleines Plus an Spielanteilen." Nach dem Seitenwechsel legte sein Team den Schalter um: "In den ersten 15 Minuten nach der Pause haben wir das ganze Spiel umgedreht – mit Druck, mehr Elan und deutlich mehr Zug nach vorne. Wir haben den Rückstand egalisiert (zum 1:1: Markus Ohler), das Spiel gedreht und sind in Führung gegangen (zum 2:1: Oliver Straka). Bis zum 4:2 hatten wir die Partie unter Kontrolle (Torschütze zum 4:2: Muharrem Swarat)." Inhaltlich passte dazu der Eingriff in der Kabine: "Weil wir 0:1 hinten waren, haben wir offensiver ausgerichtet, von einer Doppelsechs auf eine einfache Sechs umgestellt und mit einem zusätzlichen Spieler im zentralen Mittelfeld nach vorne geschoben."
Beim Chancenbild blieb der Trainer präzise: "Wullersdorf hatte sicher drei klare Torchancen und machte zwei daraus. Vor der Pause ließen sie eine große Möglichkeit aus. Wir hatten vor der Pause eine ordentliche Chance, danach drei bis vier – und waren effektiv." Standards prägten sein Fazit: "Aus unserer Sicht gab es zwei Elfmeter für uns – unter anderem nach Handspiel – und kurz darauf einen berechtigten Elfer für den Gegner (Schütze: Ali Alaca)." Zudem beschrieb er einen direkten Freistoß als Wendepunkt: "Der Ball ist ins lange Eck – das hätten sie besser verteidigen können." Kurz darauf wackelte ein weiterer Freistoß an der Latte. Zum Charakter des Duells sagte Sahin: "Es war von beiden Seiten eher technisch geprägt, kein körperlich hartes Spiel."
Für Diskussionen sorgte aus seiner Sicht eine Szene vor dem dritten Gegentreffer: "Der Schiedsrichter hat ein Foul an uns nicht geahndet. Beim Umfallen haben wir den Ball noch nach vorne gespielt, und dann wurde Abseits gepfiffen. Aus meiner Sicht hätte er vorher das Foul geben müssen – ein Vorteil kann es nicht sein, wenn anschließend Abseits vorliegt." Trotz des späten 4:3-Anschlusses der Gäste (Torschütze: Raphael Daubeck) blieb die Stimmung positiv – auch mit Blick auf das, was kommt. Sahin erwartet auswärts eine enge Kiste: "Das wird sicher ein schwieriges Auswärtsspiel."