Spielberichte

Aljoscha Kroboth (Trainer SC Prottes): „Ein enges Spiel bis zum Schluss“

SC Prottes
SC Ladendorf

In der Gebietsliga Nord/Nordwest setzte sich der SC Prottes in der 19. Runde mit 2:0 gegen den SC Ladendorf durch. Matchwinner war Dominik Vajdecka mit Treffern in Minute 27 und 91, der zweite laut Trainer Aljoscha Kroboth per Elfmeter. „Es war eng bis zum Schluss, wir hatten Chancen aufs 2:0, konnten das Spiel aber nicht entscheiden“, sagte der Coach. Diskussionen über strittige Szenen hielt er klein – wichtiger war ihm die stabile Leistung seiner Mannschaft.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Frühe Führung, dann lange Zitterpartie bis zum Strafstoß in der Nachspielzeit

Prottes erwischte den besseren Start, war früh richtig im Spiel und belohnte sich nach 27 Minuten mit der Führung: 1:0 durch Dominik Vajdecka. Kroboth ordnete das so ein: „Wir sind in der ersten Halbzeit gut reingekommen, hatten einen guten Rhythmus zwischen Umschaltspiel und Ballbesitz.“ Das 1:0 fiel nach einem Standard von der Seite, wie der Trainer erklärte: „Das erste Tor war ein Standard. Laut Schiedsrichter war der Schütze des Freistoßes auch der Torschütze. Von meiner Position sah es fast so aus, als hätte ihn noch jemand berührt, aber das kann ich nicht sagen.“ Nach der Pause blieb das Duell offen. Prottes stellte phasenweise etwas um, spielte kontrollierter und lauerte auf Umschaltmomente. „Zweite Halbzeit haben wir eher abwartender gespielt und im Konter versucht, das Spiel zu entscheiden“, so Kroboth. Chancen für das vorentscheidende 2:0 waren da, doch oft fehlte der letzte Pass oder die Genauigkeit im Abschluss. Erst ganz spät machte Prottes den Deckel drauf: In Minute 91 traf erneut Vajdecka – diesmal per Elfmeter, wie Kroboth bestätigte: „Das zweite Tor war ein Elfmeter nach einem Foul an unserem Spieler Sandro Struckl.“

Kroboth lobt Stabilität: „Wir haben sehr wenig zugelassen“

In seiner Analyse hob der Prottes-Coach vor allem die Kontrolle ohne Ball hervor. „Wir haben sehr wenig zugelassen“, sagte Kroboth und verwies auf die Phasen, in denen seine Elf das Tempo aus dem Spiel nahm und sauber verteidigte. Gleichzeitig sah er Entwicklungspunkte im eigenen Ballbesitz. „Nach dem Tor ist das ein bissl abgerissen. Die Ballbesitzphasen waren dann nicht mehr so da, und der kontinuierliche Spielaufbau hat kurzzeitig gefehlt. Wir sind dann aber wieder besser ins Spiel gekommen.“ Der Plan nach der Pause war klar: Kompakt stehen, Lücken nutzen. „Es waren immer wieder gute Aktionen dabei, wo der letzte Pass nicht gekommen ist oder der Abschluss schlecht war. Aus unserer Warte wäre es möglich gewesen, das Spiel früher zu entscheiden.“ Zu strittigen Szenen äußerte sich Kroboth bewusst nüchtern: „Wir hatten den Schiedsrichter schon sehr oft, er ist ein Top-Schiedsrichter. Für mich waren Elfmetersituationen strittig, aber er hat sie nicht gegeben, das muss man akzeptieren.“

Respekt für Ladendorf und ein Blick nach vorne: „Momentan macht’s richtig Spaß“

Den Gegner ordnete Kroboth fair ein. „Ladendorf hat auf jeden Fall Qualität in der Mannschaft“, betonte er. Er sprach auch Ausfälle beim Gegner an, sah darin aber keinen Hauptgrund: „Das war sicher kein Nachteil für uns, aber wir wären auch darauf eingestellt gewesen. Es ist eine gute Mannschaft und schwer zu bespielen.“ Entsprechend groß war die Erleichterung über den Sieg. Auch der Status quo in Prottes stimmt den Trainer optimistisch: „Wir sind gut drauf. Man sieht, dass wir an gewissen Dingen gearbeitet haben – über den Winter und die ganze Saison. Man sieht, was wir machen wollen, defensiv wie mit Ball.“ Der Ausblick fällt ambitioniert aus: „Es geht weiter. Wir wollen besser werden und bis Saisonende so weit wie möglich nach vorne kommen. Momentan macht’s richtig Spaß zu arbeiten.“

Gebietsliga Nord/Nordwest: Prottes SC : Ladendorf - 2:0 (1:0)

  • 91
    Dominik Vajdecka 2:0
  • 27
    Dominik Vajdecka 1:0