Am 19. Spieltag der Gebietsliga Nord/Nordwest lieferte der USC Muckendorf/Zeiselmauer dem SC Leopoldsdorf/Mfd. ein enges Duell, stand am Ende aber mit leeren Händen da – 1:2 aus Sicht der Gastgeber. Trainer Erich Stöfer sprach von einer „ausgeglichenen Partie“ und haderte vor allem mit der Chancenverwertung: „Uns fehlt das nötige Glück im Abschluss.“ Trotz der Niederlage hob er Moral und Einsatz hervor, auch weil seine Mannschaft „dezimiert gespielt“ habe. Der Tabellenzweite aus dem Marchfeld nahm die Punkte mit, Muckendorf blieb ohne Ertrag.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Auf dem Platz war von Beginn an kein Klassenunterschied zu sehen. Muckendorf arbeitete sauber gegen den Ball, Leopoldsdorf suchte die Lücke – vieles spielte sich im Mittelfeld ab. Kurz vor der Pause dann der erste Stich der Gäste: In der 42. Minute traf Patrick Haas zur 0:1-Führung. Die Reaktion der Stöfer-Elf folgte unmittelbar vor dem Seitenwechsel: Simon Rousavy glich in der 45+1. Minute zum 1:1 aus und brachte das Stadion wieder zum Leben. Doch die Freude hielt nicht lange, weil Masieh Kukcha in der 50. Minute zuschlug und auf 1:2 stellte (50.). „Es war eine ausgeglichene Partie, leider haben wir wieder verloren“, fasste Stöfer den Nachmittag frustriert, aber sachlich zusammen. Muckendorf blieb dran, trug seine Angriffe ordentlich vor, fand aber zu selten den letzten Pass oder Abschluss, um noch einmal zurückzukommen.
Im Gespräch nach dem Schlusspfiff legte Erich Stöfer den Finger dorthin, wo es an diesem Tag weh tat: „Wir sind nicht zum Abschluss gekommen, wir hatten zwei Halbchancen und daraus nichts gemacht. Gespielt haben wir trotz allem gut.“ Genau dieses „trotz allem“ war ihm wichtig, denn personell war es kein leichter Nachmittag: „Einstellung und Leistung passen, auch wenn wir dezimiert gespielt haben.“ Am generellen Kräfteverhältnis wollte er die Niederlage nicht festmachen: „Leopoldsdorf war auf Augenhöhe.“ Seine Mannschaft habe die Vorgaben umgesetzt, kompakt verteidigt und immer wieder mutig umgeschaltet. Was fehlte, waren klare Szenen im Sechzehner – die Gäste nutzten hingegen ihre Momente kalt, während Muckendorf die Tür zum Ausgleich nicht mehr aufbekam.
Ganz ohne Emotionen ging es dann doch nicht. Stöfer sprach eine Szene an, die aus seiner Sicht anders hätte bewertet werden müssen: „Es hätte eine rote Karte geben müssen, das hat auch der Gegner gesagt. Der Schiedsrichter hat es leider nicht gesehen oder falsch interpretiert.“ Am Ergebnis änderte das nichts mehr. „Zum Spiel: wieder eine gute Leistung. Uns fehlt leider das nötige Glück im Abschluss“, blieb Stöfer bei seiner Kernaussage. Für die kommenden Wochen gibt der Trainer die Richtung vor: die gleiche Haltung, das gleiche Anlaufen, im Training am letzten Pass und am Abschluss arbeiten – und den nächsten eng geführten Kampf endlich wieder auf die eigene Seite ziehen.