In der Gebietsliga Nord/Nordwest lieferte sich der SCG Eckartsau mit dem SV Boombell Gablitz ein wildes 3:4. Zur Pause stand es 2:2, am Ende jubelten die Gäste dank des späten Siegtreffers. Trainer Hüseyin Sizgin sprach von einem intensiven, hitzigen Duell und hob die Flanken als Schlüssel hervor. „Das Spiel war bis zum Schluss offen“, sagte er, „entscheidend war, dass die Mannschaft zusammenhielt.“

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Die Gäste aus Gablitz traten von Beginn an mit klarer Marschroute auf. „Es war ein sehr intensives, hart umkämpftes Spiel, das wir am Ende für uns entschieden haben. Unser Ziel war, von Beginn an Dominanz in der gegnerischen Hälfte zu zeigen. Das ist uns phasenweise sehr gut gelungen“, erklärte Trainer Hüseyin Sizgin. Genau dieses Auftreten zahlte sich früh aus: Slaven Lalic stellte in Minute 19 auf 0:1, nur vier Minuten später legte Filip Pajkic zum 0:2 nach. Eckartsau brauchte eine Weile, kam dann aber noch vor der Pause zurück. Erst verkürzte Marvin Heuberger in der 40. Minute auf 1:2, in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs traf Patrick Schmol zum 2:2. Damit war zur Halbzeit alles wieder offen, und die Partie wurde zum echten Schlagabtausch.
Nach dem Seitenwechsel blieb es ein offenes Spiel mit Phasen auf beiden Seiten. Gablitz fand als Erster den Weg zurück auf die Anzeigetafel: In Minute 64 traf Toni Vastic zum 2:3 und sorgte dafür, dass die Gäste wieder die Nase vorn hatten. Eckartsau steckte nicht auf und kam in der 77. Minute durch Mathias Pellinger erneut zum Ausgleich – 3:3. Doch Gablitz hatte die passende Antwort parat. „Das Spiel war bis zum Schluss offen“, betonte Sizgin, und genau in dieser offenen Phase erwischte es Eckartsau noch einmal kalt: Toni Vastic schnürte in Minute 84 den Doppelpack und stellte auf 3:4. Damit entschieden die Gäste den späten Schlagabtausch für sich und nahmen alle drei Punkte mit.
In der Analyse blieb Hüseyin Sizgin bei zwei Kernthemen, die das Gablitzer Spiel an diesem Nachmittag getragen haben. „Es waren Aktionen über Flanken dabei, die ausschlaggebend für den Sieg waren“, erklärte der Trainer und knüpfte damit an die vielen Vorstöße seiner Mannschaft an, die sie immer wieder in gefährliche Zonen brachten. Noch deutlicher wurde er beim Blick auf die innere Haltung seines Teams: „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die zusammengehalten hat. Das war ausschlaggebend. Wir haben bis zum Schluss miteinander gekämpft.“ Gleichzeitig blieb er selbstkritisch. Auf die Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten meinte Sizgin: „Unsere größte Stärke war der Teamgeist. Aber wir müssen im Aufbauspiel zulegen.“ Der Sieg war also nicht nur Ergebnis von Effizienz und Flankenläufen, sondern auch Ausdruck einer Mannschaft, die in den engen Momenten die Nerven behielt.
Auch den Gegner ordnete Sizgin ein: „Eckartsau war aggressiv. Unterm Strich war es ein wichtiger Sieg gegen einen Gegner im Abstiegskampf, so hart es auch klingt. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht das: Eckartsau steht mit 18 Punkten auf Rang zwölf und braucht jeden Zähler, Gablitz hält bei 31 Punkten und rangiert auf Platz drei. Entsprechend hitzig wurde es phasenweise. Sportlich bleibt für Gablitz der Dreier das Wichtigste – auch, weil das Team zeigte, dass es nach Ausgleichstreffern nicht einbricht, sondern wieder zurückkommt. „Unser Ziel war Dominanz, das ist uns phasenweise gelungen“, resümierte der Trainer. Daran will Gablitz anknüpfen: den Mut nach vorne behalten, die Flanken weiterhin scharf bringen – und im Aufbauspiel den nächsten Schritt setzen. Wir wollen somit den dritten Platz sichern und gleichzeitig junge Spieler Schritt für Schritt integrieren. Das gehört für mich zusammen.