Spitzenspiel in der Gebietsliga Nord/Nordwest: Der SV Boombell Gablitz unterlag dem FC Tulln mit 1:3 (0:2). Mann des Abends war Christoph Knasmüllner mit einem Hattrick. Trainer Kristian Fitzbauer sprach von „unserer besten halben Stunde der Saison“ und hob den Hunger seiner Mannschaft hervor. „Wir wollen das große Ziel so schnell wie möglich erreichen“, sagte der Coach nach dem Auswärtssieg, der Tulln an der Spitze festigt. Für Gablitz traf spät Ali Mohammadi zum 1:3-Endstand.

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Der Gast aus Tulln erwischte in Gablitz den besseren Start und stellte früh die Weichen. Bereits in Minute 7 brachte Christoph Knasmüllner seine Farben mit 0:1 in Front. Aus Sicht von Trainer Kristian Fitzbauer passte dieses frühe Tor perfekt zu einer sehr reifen Anfangsphase: „Die ersten dreißig Minuten waren wahrscheinlich unsere beste Saisonleistung. Wir waren überragend.“ Im selben Atemzug ärgerte er sich ein wenig über das Auslassen weiterer Möglichkeiten: „Wir müssen in den ersten dreißig Minuten 2:0, 3:0 führen.“
Zwischen Minute 30 und der Pause meldete sich Gablitz mit einer großen Chance, doch, so Fitzbauer, „unser Torwart hat hervorragend gehalten“. Kurz darauf schlug Tulln noch einmal zu: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte erneut Knasmüllner auf 0:2, womit es mit einer komfortablen Führung in die Kabinen ging.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Tulln die griffigere Elf. Fitzbauer fasste es schlicht zusammen: „In der zweiten Halbzeit haben wir dann so weitergespielt.“ Die Gäste kontrollierten, ließen hinten wenig zu und warteten auf den nächsten Moment – der kam in Minute 74, als Christoph Knasmüllner seinen dritten Treffer nachlegte und auf 0:3 stellte.
Für den Trainer war es ein rundum besonderer Abend seines Angreifers: „Im Prinzip war es ein Festtag. Knasmüllner hatte Geburtstag und hat drei Tore gemacht. Was gibt es Schöneres? Ein perfekter Tag für unseren Knasi, und es freut mich besonders, dass er sich bei uns so wohl fühlt.“ Gablitz steckte nicht auf und kam in der Schlussphase noch durch Ali Mohammadi zum 1:3 (84.). Am Tullner Auswärtssieg änderte das nichts – das Fundament war längst gelegt.
In der Analyse blieb Fitzbauer trotz des überzeugenden Ergebnisses selbstkritisch: „Wir haben in den letzten Wochen sehr viele Chancen. Man kann kritisieren, dass wir die Tore früher machen müssen und das Match früher zumachen. Wir werden an der Chancenauswertung arbeiten.“ Gleichzeitig betonte er die Haltung seiner Spitzenreiter: „Nichtsdestotrotz: Wir haben wieder gewonnen, müssen demütig bleiben, den nächsten Schritt setzen und dürfen nicht zu viel kritisieren.“ Großen Respekt zollte er dem Gegner: „Bei Gablitz sieht man, dass es eine Mannschaft ist, die zu Recht da oben steht. Da ist eine klare Entwicklung in die richtige Richtung. In den nächsten Jahren sind sie sicher ein Anwärter, einmal um den Titel mitzuspielen.“
Zur Spielleitung meinte er: „Es war ein bisschen eine Emotionspartie, aber eine faire Partie – alles in Ordnung.“ Den Unterschied verortete der Coach im Selbstverständnis seines Teams: „Mit der Tabelle im Rücken und dem Selbstvertrauen ist das Pendel in unsere Richtung geschlagen. Wir sind eine richtig gute Truppe und haben verdient gewonnen.“ Faktisch untermauert das die Tabelle: Nach 20 Runden hält Tulln bei 56 Punkten auf Rang eins, Gablitz liegt nach 20 Partien mit 31 Zählern auf Platz drei. Der Fahrplan bleibt klar, wie Fitzbauer es eingangs formulierte: Schritt für Schritt – „wir wollen das große Ziel so schnell wie möglich erreichen“.