In der Gebietsliga Nord/Nordwest setzte sich der SC Neusiedl/Zaya in Runde 22 mit 3:0 gegen den ATSV Sparta Deutsch-Wagram durch. Dreifachtorschütze Nikola Todorovic sorgte für klare Verhältnisse, entscheidend aus Sicht der Gäste war aber eine frühe Gelb-Rote nach der Pause. Trainer Christopher Petermann sagte danach: "Die Gelb-Rote war spielentscheidend." Sein Team war lange ordentlich im Spiel, musste sich in Unterzahl jedoch der Routine der Hausherren beugen.

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Der Beginn gehörte den Gastgebern. Christopher Petermann schilderte die Phase sehr klar: "In den ersten 20 Minuten war Neusiedl stärker und hatte gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen." Danach bekam Deutsch-Wagram besseren Zugriff. "Ab der 20. Minute hat es sich neutralisiert, da war es auf beiden Seiten ungefähr gleich stark", so der Trainer. Kurz vor dem Wechsel fiel dann doch das 1:0 – in Minute 42 traf Nikola Todorovic und stellte auf Pausenstand 1:0. Genau dieser Zeitpunkt war für Petermann der Knackpunkt: "Entscheidend war das 1:0 kurz vor der Pause, da haben wir uns nicht gut angestellt." Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste mutig heraus. "Wir waren da am Drücker", betonte Petermann. Dann folgte in kurzer Zeit die Gelb-Rote gegen seine Mannschaft. "Mit 1:0 hinten und einem Mann weniger war es schwer", sagte er, fügte aber an: "Wir haben in Unterzahl noch sehr gut mitgespielt, teilweise besser als der Gegner."
Deutsch-Wagram stemmte sich auch in Unterzahl gegen die drohende Niederlage, doch Neusiedl nutzte die Räume und legte nach. In Minute 68 traf erneut Nikola Todorovic zum 2:0. Für Petermann war dieser Treffer besonders bitter: "Das 2:0 war ein haltbarer Schuss." Sieben Minuten später, in der 75., machte Todorovic mit seinem dritten Tor des Abends alles klar – 3:0. Damit war der Abend gelaufen. "Ab dem Zeitpunkt war die Messe gelesen", meinte der Deutsch-Wagram-Coach, der die Abgeklärtheit der Heimischen ausdrücklich hervorhob: "Neusiedl hat das routiniert runtergespielt." Trotz der klaren Torausbeute der Hausherren verwies Petermann noch einmal darauf, dass der Spielverlauf – Rückstand kurz vor der Pause und die Unterzahl früh nach Wiederbeginn – die Partie in eine Richtung gedrückt habe, aus der es kaum ein Zurück gab.
In seiner Gesamtanalyse wollte Christopher Petermann seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. "Ich finde, dass meine Mannschaft eine solide Partie gespielt hat", sagte er. "In dieser Liga ist es entscheidend, dass du zur richtigen Zeit die richtigen Momente hast." Diesmal passte die Abfolge nicht: Rückstand vor dem Wechsel, Gelb-Rot kurz darauf. Dazu kam die Qualität des Gegners: "Neusiedl ist eines der Top-Teams in der Liga. Auswärts dort zu gewinnen ist generell schwer, mit dem Verlauf war es an dem Tag nicht mehr möglich." Gleichzeitig fand der Trainer Positives: "Die Mannschaft hat versucht, das taktische Konzept umzusetzen. Es war nicht unser Tag, aber das Mannschaftsgefüge ist in Ordnung." Auch zum Unparteiischen blieb er fair: "Am Schiedsrichter hat’s nicht gelegen, er wird schon recht gehabt haben."
In der Tabelle steht Neusiedl nach 22 Spielen auf Rang drei (34 Punkte), Deutsch-Wagram liegt mit 26 Zählern auf Platz acht. Der Ausblick fällt entsprechend sachlich aus: "Die Partie ist abgehakt, der Blick geht nach vorne."