In der Gebietsliga Nord/Nordwest gewann der FC Tulln beim SK Miet-Tech Wullersdorf mit 2:0 und machte damit den entscheidenden Schritt, auf den die Mannschaft seit Wochen hingearbeitet hatte. Trainer Kristian Fitzbauer brachte die Lage auf den Punkt: „Uns ist es um den Meistertitel gegangen, den haben wir eingefahren.“ Das Spiel selbst stand für ihn klar hinter dem Ziel, die nötigen Zähler einzusammeln. Am Ende passte beides zusammen: drei Punkte, zu Null – und die erlösende Bestätigung für eine starke Saison.

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Die Partie startete abwartend, zur Pause stand es 0:0. Wullersdorf verteidigte tief und diszipliniert, Tulln suchte geduldig nach Lösungen, ohne ins volle Risiko zu gehen. „Bis dahin war es kein wirklich gutes, eher vorsichtiges Spiel, weil der Gegner sehr tief gestanden ist“, erklärte Fitzbauer. Fünf Minuten nach Wiederbeginn fiel dann der wichtige Führungstreffer: In der 50. Minute brachte Ossi Refai die Gäste 1:0 in Front – für den Coach „die Erlösung“ und, wie er sagte, „der Dosenöffner“. Tulln blieb danach stabil, ließ hinten kaum etwas zu und wartete auf den nächsten Moment. Der kam spät, aber zum perfekten Zeitpunkt: In Minute 84 stellte Christoph Knasmüllner auf 2:0 und brachte den Auswärtssieg souverän ins Trockene.
Fitzbauer machte kein Geheimnis daraus, worum es seinem Team an diesem Abend wirklich ging: „Grundsätzlich war das Spiel gar nicht wichtig. Uns ist es um den Meistertitel gegangen, den haben wir eingefahren. Uns war der Punkt beziehungsweise Sieg wichtig.“ Seine Elf hielt sich an den Plan und stützte sich auf das, was die gesamte Saison trägt. „Wir haben defensiv fast nichts zugelassen. Nach vorne haben wir unsere Qualität“, bilanzierte der Trainer und sprach von einem „verdienten Sieg“. Dass die Mannschaft das große Ziel unbedingt wollte, spürte er in jedem Zweikampf und in jeder Laufarbeit. „Jetzt ist es so weit und wir freuen uns sehr. Und ab nächster Woche holen wir trotzdem die nächsten drei Punkte“, kündigte Fitzbauer an.
Zum Gegner fand der Tullner Coach respektvolle Worte: „Wie die ganze Saison eigentlich: sehr kompakt, sehr diszipliniert.“ Genau diese Ordnung machte es den Gästen lange schwer. Diskussionsstoff gab es aus Fitzbauers Sicht dennoch. „In der ersten Halbzeit war es ein Flankenball, der klar auf die Hand geht – Elfmeter für uns“, sagte er. „Und in der zweiten Halbzeit für Wullersdorf: ein Foul von Matthias Knapp von hinten, den kann er genauso geben beziehungsweise muss er geben.“ Der Unparteiische ließ beide Situationen laufen, das Ergebnis blieb davon unberührt. Umso ausgelassener war die Stimmung danach: „Es war beeindruckend, wie sich die Jungs freuen. Für viele ist es der erste Meistertitel – herzlichen Glückwunsch an jeden Einzelnen.“ Mit nun 62 Punkten nach 22 Runden führt Tulln die Tabelle an und will, so Fitzbauer, „auch kommende Woche die nächsten drei Punkte holen“, um eine starke Saison konsequent zu Ende zu spielen.