In der Gebietsliga Nord/Nordwest verabschiedete sich Mannsdorf-Großenzersdorf II mit einem 2:0 gegen SC Prottes von der Saison. Nach zäher erster Hälfte und Chancen auf beiden Seiten machte Doppelpacker Christoph Sturm nach der Pause alles klar. Trainer Harald Feichtinger sprach von einem verdienten Sieg, der auf Geduld, gutem Verteidigen und einer gesunden Portion Wille beruhte: „Nach dem 1:0 hatten wir alles im Griff.“ Kritik gab es trotzdem: Vor allem vor dem Seitenwechsel ließ die Chancenauswertung zu wünschen übrig.

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Es war die letzte Runde, und genauso fühlte sich die erste Hälfte an: taktisch ordentlich, aber ohne großes Spektakel. „Kein absolutes Highlight-Spiel, aber es hat trotzdem ganz ordentlich ausgeschaut“, fasste Harald Feichtinger die Anfangsphase zusammen. Beide Teams standen gut, suchten spielerische Lösungen und kamen zu Möglichkeiten. „Es hat Chancen auf beide Seiten gegeben“, so der Coach, der bei seiner Mannschaft vor der Pause sogar ein Plus sah: „Wir hätten zur Pause führen müssen.“ Prottes meldete sich aber ebenfalls an – torlos ging es in die Kabinen. Nach Wiederbeginn wurde es offener, und dann nutzte Mannsdorf-Großenzersdorf II endlich seine Momente: In Minute 69 traf Christoph Sturm zum 1:0, ehe derselbe Mann in der 86. Minute den Deckel draufsetzte. „Nach dem 1:0 hatten wir alles im Griff“, erklärte Feichtinger – am Ende stand ein 2:0, das er „nicht unverdient“ nannte.
Der Trainer hob im Rückblick weniger eine einzelne Szene als vielmehr die Haltung seiner Mannschaft hervor. „Dass wir einfach nie aufgegeben haben, dass wir weiter Fußball gespielt haben, dass wir Lust gehabt haben“, sagte Feichtinger. Das war ihm besonders wichtig, weil es tabellarisch um nichts Großes mehr ging und die Spannung naturgemäß niedriger war. „Schlussendlich wollten wir es halt einfach um ein bissl mehr“, betonte er. Fußballerisch fand er klare Gründe: „Wir haben die Tore geschossen, wir haben gut verteidigt, wir haben den Ball laufen lassen, wir haben einfach das gemacht, was wir können.“ Den Gegner würdigte er gleichzeitig: Prottes habe man mit seinen starken Einzelspielern als taktisch gut eingestellte Mannschaft erwartet. „Die sind immer taktisch gut eingestellt und standen eng gegen den Ball“, so Feichtinger. Umso mehr strich er die eigene Konsequenz nach dem Führungstreffer heraus – genau in dieser Phase kontrollierte Mannsdorf das Geschehen und spielte den Heimsieg trocken nach Hause.
Ganz ohne Kritik wollte Feichtinger die Partie nicht einordnen. Die erste Hälfte lieferte genug Stoff für die To-do-Liste der Sommerpause. „In der Chancenauswertung müssen wir besser werden“, hielt der Coach fest. Dass es dennoch zum Dreier reichte, schrieb er der Beharrlichkeit zu: weiter kombinieren, nicht nervös werden, und auf den Moment warten – dann entschied Christoph Sturm mit seinem Doppelpack. Positiv fiel außerdem der Rahmen auf: „Es war wirklich ein sehr faires Spiel, keine überharten Fouls. Da war alles in bester Ordnung“, lobte Feichtinger den fairen Rahmen und beide Mannschaften. Mit dem 2:0 zum Abschluss bleiben Mannsdorf-Großenzersdorf II und Prottes auch in der Endabrechnung eng beieinander; sinnbildlich für ein Duell, das lange offen war – bis der Gastgeber nach der Pause zulegte und sich endlich belohnte.