USC Muckendorf/Zeiselmauer blickt nach einer schwierigen Spielzeit in der Gebietsliga Nord/Nordwest nach vorne. Coach Erich Stöfer zieht einen ehrlichen Zwischenstrich: Die Mannschaft hat den Klassenerhalt verpasst, steht aber als Gruppe zusammen. Die Stimmung sei gut, Transfers sind noch nicht fix, und mit dem Ausfall von Tobias Giesinger fehlt ein wichtiger Spieler länger. Im Gespräch erklärt Stöfer, warum er dennoch zuversichtlich bleibt – und wen er sportlich und menschlich hervorhebt.

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Der Rückblick von Trainer Erich Stöfer ist klar und ohne Ausflüchte. „Die Einstellung, die Leidenschaft und die Lernfähigkeit der jungen Truppe waren gut. Leider hat es nicht zum Klassenerhalt gereicht“, sagt der Coach. Ein Satz, der die Saison der Muckendorfer treffend einfängt: viel Einsatz, aber zu selten die Ernte eingefahren. Über 26 Runden pendelte das Team zwischen den Plätzen 10 und 14 und beendete die Meisterschaft schließlich auf Rang 13 mit 21 Punkten. Gerade in Phasen, in denen es eng wurde, blieb die Mannschaft laut Stöfer zusammen. „Die Stimmung ist in der Mannschaft und im Verein sehr gut“, betont er und verweist darauf, dass das Fundament – der Zusammenhalt – trotz aller Rückschläge trägt. Aus seiner Sicht ist genau dieses Miteinander die Basis, um die Lehren aus der Saison in echte Fortschritte umzuwandeln.
Am Transfermarkt hält sich der USC bewusst zurück. „Im Moment gibt es keine Ab- oder Zugänge, wir sind noch in der Planung“, erklärt Stöfer. Hektik ist nicht sein Stil. Vielmehr will der Coach, der die Mannschaft im Vorjahr übernommen hat, den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen. „Ein neuer Vorstand ist dabei, wir gehen unseren Weg weiter“, sagt er – eine Ansage, die Ruhe und Richtung gleichzeitig vermittelt. Dass die Stimmung im Umfeld passt, erleichtert die Arbeit am Feinschliff. Ziel ist es, die vorhandenen Bausteine – Einsatz, Lernbereitschaft, Teamgeist – in mehr Zählbares umzumünzen. An Profil soll die Elf dabei nicht verlieren: kompakt arbeiten, geduldig bleiben und in den entscheidenden Momenten zupacken. Dafür lässt man sich in Muckendorf lieber ein paar Tage mehr Zeit, als einen Transfer nur der Schlagzeile wegen zu tätigen.
Wenn Stöfer über Leistungsträger spricht, wird er konkret. „Sportlich haben sich Lorin Leidenfrost und Tim Stärker hervorgetan“, hält der Trainer fest. Beide Namen fielen in den letzten Monaten regelmäßig positiv auf, weil sie verlässlich Arbeit ablieferten und Verantwortung übernahmen. Wichtig war ihm aber auch der Blick auf die Gruppe abseits der Tor- und Assistlisten: „Menschlich haben sich Frank Kolesik und Marcel Igl stark eingebracht.“ Bitter ist die Personalie Tobias Giesinger, der aus gesundheitlichen Gründen länger ausfällt. „Das wird sicher noch ein halbes Jahr dauern, bis er wieder fit ist. Sonst sind alle fit“, sagt Stöfer. Damit ist klar: Ein wichtiger Baustein fehlt länger, der Rest des Kaders steht parat. Für den Neustart bedeutet das: Junge schultern noch mehr Minuten, Routiniers geben Halt – und genau dieses Miteinander soll die Ergebnisse nach oben schieben.
Seinen Blick über den eigenen Tellerrand spart Stöfer nicht aus. „Am meisten beeindruckt hat mich Leopoldsdorf, dass sie mit diesem Kader vorne mitgespielt haben. Tulln sowieso, mit der sportlichen Qualität in ihrer Mannschaft“, sagt er. Der Respekt ist nachvollziehbar: Der FC Tulln marschierte an der Spitze, der SC Leopoldsdorf bestätigte seine Konstanz. Für Muckendorf ist das nicht nur Anerkennung, sondern Messlatte. Wer künftig auf diesem Niveau bestehen will, muss geduldig an den Basics arbeiten – genau da setzt Stöfer an. Die Sommerpause wird genutzt, um Kräfte zu sammeln und Details zu schärfen. „Ich wünsche allen eine erholsame Sommerzeit und dass wir wieder alle fit in die Saison starten“, gibt der Coach mit. Der Ton ist ruhig, der Plan klar: Haltung beibehalten, junge Spieler weiterentwickeln – und sich diesmal für den Aufwand belohnen.