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„Diesen guten Schwung mitnehmen“: Wullersdorf peilt nach starkem Frühjahr die Top fünf an

SK Wullersdorf

Beim SK Miet-Tech Wullersdorf geht man in der Gebietsliga Nord/Nordwest mit einem guten Gefühl in den Sommer. Obmann Markus Semmelmeyer blickt auf ein starkes Frühjahr mit 21 Punkten zurück, spricht von einer sehr guten Stimmung und will den Schwung nun in die neue Saison tragen. Nach Rang neun zum Abschluss soll Wullersdorf im Herbst den nächsten Schritt machen und die Top fünf ins Visier nehmen.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

21 Punkte im Frühjahr als klare Grundlage

Semmelmeyer blickt vor allem auf das Frühjahr mit Zufriedenheit zurück. „Im Frühjahr hat sehr viel gut geklappt. Wir haben 21 Punkte gemacht und sind mit dieser Ausbeute natürlich sehr zufrieden“, sagt der Obmann. Dass Wullersdorf die Saison nach 26 Runden auf Rang neun abgeschlossen hat, passt zu diesem Eindruck. In der Tabelle arbeitete sich die Mannschaft im Verlauf der Rückrunde wieder nach vorne, und auch die letzten Wochen unterstrichen diesen Aufwärtstrend, denn aus den letzten fünf Spielen holte Wullersdorf noch drei Siege. Für Semmelmeyer liegt der Grund dafür vor allem in einer Entwicklung, die sich im Offensivspiel deutlich gezeigt hat. „Offensiv haben wir uns sicher gesteigert“, sagt er. 

Defensive bleibt der wichtigste Arbeitsauftrag

Ganz ohne Einschränkung fällt der Rückblick aber nicht aus. Semmelmeyer spricht offen an, wo er weiter Arbeit sieht und wo Wullersdorf in der kommenden Saison noch zulegen muss. „Was nicht ganz so gut geklappt hat, ist sicher die Defensive. Da haben wir ein paar Tore zu viel bekommen, wo wir es oft nicht so gut angestellt haben“, sagt er. Diese Einschätzung ist im Verein kein Nebenthema, sondern der wichtigste Punkt für die Sommerarbeit. Der Obmann macht auch keinen Hehl daraus, dass man hier sauberer und stabiler werden will. „Daran gilt es jetzt für die kommende Saison zu arbeiten und diese Fehler abzustellen.“ Es geht also nicht darum, nach einem ordentlichen Frühjahr alles neu aufzusetzen.

Im Verein herrscht Ruhe, personell bleibt vieles stabil

Rund um den Kader herrscht dabei ungewöhnlich viel Ruhe, und genau das bewertet Semmelmeyer als klaren Pluspunkt. „Die Stimmung in der Mannschaft ist momentan sehr gut“, sagt er, auch wenn viele Spieler aktuell noch im Urlaub sind und die Vorbereitung erst im Juli wieder anläuft. Dazu kommt ein weiterer Punkt, der im Sommer nicht selbstverständlich ist: „Momentan sind alle Spieler fit und es ist keiner verletzt.“ Auch im Umfeld sei die Lage entspannt. Semmelmeyer formuliert das schlicht und passend: „Wir können uns nicht beschweren. Alles bestens.“ Auf der Trainerbank der Kampfmannschaft bleibt damit ebenfalls Kontinuität bestehen, nur bei der zweiten Mannschaft gibt es eine Veränderung. Insgesamt vermittelt Wullersdorf vor dem Start in die Vorbereitung damit vor allem eines: Stabilität statt Unruhe und eine gute Basis für die nächsten Wochen.

Abgänge sind überschaubar, dazu junge Talente und laufende Gespräche

Bei den Personalien selbst setzt der Verein klar auf Kontinuität, auch wenn es einzelne Abgänge gibt. Semmelmeyer betont: „Das Positive ist, dass eigentlich alle Spieler verlängert haben.“ Nicht mehr dabei sind Justin Mwatero, der zu FC Tulln wechselt, und Marek Vesely, den es nach sieben Jahren weiterzieht. Hinter Ali Alaca steht laut Obmann noch ein Fragezeichen, weil Gespräche über eine Verlängerung laufen. Gleichzeitig verweist Semmelmeyer auf junge Zugänge aus der Region, die in Wullersdorf den nächsten Schritt machen wollen. Das freut den Verein spürbar, weil man den Kader nicht groß umbauen muss und trotzdem neue Impulse dazukommen sollen. Zusätzlich ist Wullersdorf in finalen Gesprächen mit einem routinierten Innenverteidiger, von dem man sich „doch einiges auch für die Kommunikation in der Mannschaft“ erwartet. Auch bei einem Außenverteidiger sei man laut Semmelmeyer bereits weit.

Top fünf sind die klare Marke für den Herbst

Für die neue Saison ist die Richtung damit klar vorgegeben. Wullersdorf will sich nicht mit einem Platz im Mittelfeld zufriedengeben, sondern die gute Rückrunde in eine noch stärkere Herbstsaison mitnehmen. „Wir wollen diesen guten Schwung mitnehmen in die Herbstsaison“, sagt Semmelmeyer. Als konkrete Marke nennt er 20 bis 22 Punkte. „Wenn wir hier wieder mit zwanzig, einundzwanzig, zweiundzwanzig Punkten abschließen, wären wir sehr zufrieden. Dann sind wir auch unter den Top-fünf-Mannschaften, und ich denke, da gehört Wullersdorf hin.“ Dass dieser Anspruch im Verein so offen ausgesprochen wird, zeigt, wie positiv das Frühjahr nachwirkt. Gleichzeitig kennt man auch den Maßstab in der Liga. FC Tulln habe ihn „am meisten beeindruckt“ und sei „verdient Meister geworden“. Für Wullersdorf geht es im Sommer nun darum, aus guter Stimmung, viel personeller Stabilität und mehr Ordnung in der Defensive einen konstanten Herbst zu machen.