Der Gebietsliga Nord/Nordwest-Vierte SC Prottes blickt auf ein starkes Frühjahr zurück. Trainer Aljoscha Kroboth spricht von halbierten Gegentoren, mehreren Spielen mit mehr als drei eigenen Treffern und einem zweiten Platz in der Frühjahrstabelle. Vier Abgänge sind ersetzt, der Kader steht. Zwei Kreuzbandverletzte fallen wohl für die neue Saison aus, bei Leon Reischütz gibt es leise Hoffnung auf den Vorbereitungsstart. Vor dem ungeschlagenen Meister FC Tulln hat Prottes großen Respekt – und dennoch viel Zuversicht für den Sommer und die nächste, wieder fordernde Saison.

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Die Rückschau des Trainers fällt deutlich aus: „Wir haben uns im Frühjahr in allen Belangen gesteigert.“ Nach einem wechselhaften Herbst lag der Fokus im Frühjahr auf defensiver Stabilität. „Nach dem Herbst wollten wir gegen den Ball besser werden. Das ist uns gelungen, wir haben die Gegentore fast halbiert“, sagt Kroboth. Gleichzeitig blieb die Mannschaft vorne mutig. „Offensiv hatten wir mehrere Spiele, in denen wir mehr als drei Tore gemacht haben.“ In der internen Bewertung stand am Ende sogar der zweite Platz in der Frühjahrstabelle, was zu seinem Fazit passt: „Mit der Entwicklung sind wir zufrieden.“ Der Trend lässt sich auch an den Wochenverläufen ablesen: Im Saisonverlauf arbeitete sich Prottes wieder nach oben und schloss die Saison mit 39 Punkten als Vierter ab. Das gibt Rückenwind, auch wenn die Pause kurz ist.
Im Hintergrund hat der Verein seine Hausaufgaben gemacht. „Vier Spieler werden uns verlassen. Wir haben die Abgänge ersetzt und der Kader steht“, erklärt Kroboth. Der Trainer betont die Ruhe im Arbeiten: Transfers sind abgeschlossen, die Planung ist früh auf Schiene. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dieser Mannschaft auch nächste Saison gute Leistungen abrufen können.“ Dämpfer gibt es im Lazarett: „Wir haben zwei Kreuzbandrisse im Kader. Einer ist bereits operiert, der zweite wird operiert. Für beide planen wir kommende Saison nicht.“ Hoffnung macht Leon Reischütz, der nach langer Pause wieder alleine schuftet. „Leon ist im Individualtraining. Es könnte sich ausgehen, dass er zum Vorbereitungsstart dabei ist. Das sehen wir Schritt für Schritt.“ So klar die personellen Ansagen sind, so deutlich ist auch die Erwartung: Die Liga bleibt eng, Prottes will bereit sein.
Warum es im Frühjahr so gut lief? Kroboth muss nicht lange überlegen. „Prottes lebt vom Kollektiv und der Gemeinschaft. Das ist über Jahre unser großes Plus.“ Neue Spieler spüren das rasch: „Viele heben den außergewöhnlichen Zusammenhalt sofort hervor.“ Dieses Selbstverständnis passt zur Grundhaltung im Verein. „Es gibt in der Region kaum einen Klub, der mehr auf Kontinuität setzt als der SC Prottes – bei Spielern, Funktionären und beim Trainer. Wir bleiben unserer Linie treu.“ Zugleich schaut man über den eigenen Tellerrand: „Beeindruckend ist die Statistik des Meisters FC Tulln, der ungeschlagen geblieben ist. Auch die Torquote von Josefik sticht heraus.“ Ansonsten sieht Kroboth viele Teams auf Augenhöhe – Tagesverfassung und Spielverlauf entscheiden oft. Die Sommerpause ist kurz, die Energie groß. „Wir freuen uns auf den Start und wollen die gute Entwicklung bestätigen – die nächste Saison wird wieder schwierig.“