Beim Gebietsliga Nord/Nordwest-Absteiger SC Laa/Thaya richtet Trainer Alen Orman den Blick nach vorne. Der Coach, der spät in der Saison übernommen hat, ordnet die Lage nüchtern ein, setzt klare Schwerpunkte und nimmt die Mannschaft in die Pflicht. „Obwohl wir abgestiegen sind, geht’s weiter“, sagt Orman und formuliert das Ziel für die 1. Klasse ohne Umschweife: „Wir wollen vorne mitspielen.“ Dafür sollen Fitness, defensive Ordnung und gezielte Verstärkungen das Fundament bilden.

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Alen Orman blickt ohne Ausreden auf die letzten Wochen der abgelaufenen Spielzeit. Er kam erst gegen Saisonende nach Laa, wollte rasch Stabilität hineinbringen und setzte vor allem bei der Ordnung an. „Ich bin zum Schluss nach Laa gekommen. In den letzten sieben Spielen haben wir versucht, defensiv stabiler zu werden und unsere Ordnung zu verbessern“, erklärt der Trainer. Er verschweigt dabei nicht, dass es Höhen und Tiefen gab: „Manches ist besser gelungen, manches schlechter.“ Auch die Balance nach vorne stand auf der Liste: „Wir wollten auch offensiv besser stehen.“ Unterm Strich blieb das Gefühl, dass die Richtung stimmt, aber die Basis noch härter erarbeitet werden muss, damit die Mannschaft in engen Phasen nicht wieder ins Wackeln gerät.
Deutlich wird Orman beim Thema Athletik. Für ihn ist die körperliche Basis der Hebel, an dem zuerst gedreht wird. „Wir müssen fitter werden“, sagt er und lässt keinen Zweifel daran, dass das gleich zum Vorbereitungsstart gilt: „Zuerst einmal an der Fitness arbeiten.“ Die Diagnose fällt offen aus: „Die Spieler waren nicht fit. Das haben wir besprochen, das wissen wir auch.“ Parallel arbeitet der Verein am Kader. Einige Akteure werden gehen, andere kommen und zentrale Positionen sind bereits adressiert. „Wir haben uns schon verstärkt: beim Tormann, einen Innenverteidiger und einen Offensiven“, so Orman. Auch die Verletzten sollen zurückkehren: „Es gab einige Verletzte. Die sollen in der Vorbereitung wieder starten. Wichtig ist, dass sie in der Saison fit sind.“
Trotz des Abstiegs beschreibt Orman ein intaktes Binnenklima. „Die Stimmung ist eigentlich ganz gut“, betont er und verweist auf ein gemeinsames Verständnis für den Neustart. Persönlich fühlt er sich am Standort wohl: „Ich fühl mich wohl in Laa, und ich glaube, das Umfeld fühlt sich auch wohl, dass ich der Trainer bin.“ Den Blick auf die Konkurrenz blendet er nicht aus. Besonders in Erinnerung blieb ihm der Auftritt von Wullersdorf: „Wullersdorf ist eine starke Mannschaft. Ich habe mich gefragt, warum die so hinten waren.“ Für Laa heißt das: Standards setzen, aber nicht reden, sondern arbeiten. Oder wie Orman es zusammenfasst: „Wir müssen alle etwas dazugeben. Dann können wir in der ersten Klasse vorne mitspielen.“