Spielberichte

„Der Gegner war effizient und wir haben unsere Chancen nicht genutzt“ – Prottes bleibt ohne Ertrag

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SV Großebersdorf
SC Prottes

In der Gebietsliga Nord/Nordwest setzte sich SV Großebersdorf gegen SC Prottes mit 2:0 durch, weil die Gastgeber ihre Möglichkeiten konsequent nutzten und die Gäste leer ausgingen. Trainer Aljoscha Kroboth sah seine Mannschaft keineswegs chancenlos, sondern über weite Strecken ordentlich im Spiel. Entscheidend war aus seiner Sicht etwas sehr Einfaches: „Der Gegner war effizient und wir haben unsere Chancen nicht genutzt.“ So blieb Prottes nach vier Runden bei einem Punkt, obwohl laut Kroboth auch diesmal mehr möglich gewesen wäre.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Prottes beginnt ordentlich, Großebersdorf trifft zuerst

Aus Sicht der Gäste hatte die Partie zunächst gar nicht schlecht begonnen. Kroboth sprach von einem guten Start mit zwei guten Abschlüssen in den ersten Minuten und dem Gefühl, „dass wir eigentlich ganz gut im Spiel sind“. Gerade deshalb wog das 0:1 umso schwerer. In der 19. Minute brachte Dejan Slamarski Großebersdorf in Führung, und genau diese Diskrepanz zwischen Aufwand und Ertrag zog sich aus Sicht des Prottes-Trainers durch den ganzen Nachmittag. „Der Gegner ist mit seinem ersten richtigen Abschluss aufs Tor in Führung gegangen“, sagte Kroboth. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, und schon da war für den Trainer klar, dass weniger die Spielanteile als vielmehr die Verwertung den Unterschied ausmachten.

Das 2:0 nach der Pause als zweiter Wirkungstreffer

Nach dem Seitenwechsel versuchte Prottes, auf den Ausgleich zu drängen. Kroboth schilderte, dass seine Mannschaft genau das vorhatte, ehe sie den nächsten Rückschlag kassierte. In der 51. Minute erhöhte Souheil Hammouche auf 2:0, wieder zu einem Zeitpunkt, der den Gästen wehtat. „Auch in der zweiten Halbzeit, wo wir versucht haben, den Ausgleich zu erzielen, hat der Gegner mit dem ersten richtigen Angriff auf 2:0 gestellt“, sagte der Trainer. Trotzdem war das Spiel damit aus seiner Sicht noch nicht endgültig entschieden, weil Prottes unmittelbar danach wieder Möglichkeiten vorfand. „Kurz nach dem 2:0 hatten wir zwei gute Möglichkeiten auf das 2:1. Dann wäre wieder ein Fuß in der Tür gewesen“, erklärte Kroboth. Genau daraus sprach sein Hauptpunkt: Die Chancen waren da, auch um zumindest noch einmal Druck auf den Gegner zu machen, nur im Abschluss fehlte diesmal erneut die nötige Konsequenz.

Nicht schlechter, aber ohne Tor und mit Sorgen um Nürnberger

Kroboth wollte die Niederlage nach dem Schlusspfiff deshalb auch nicht auf eine klare Unterlegenheit seiner Mannschaft reduzieren. „Die Leistung war nicht top, aber sie war auch nicht schlecht“, meinte er. Großebersdorf war effizienter. Dazu kam, dass Prottes schon in der ersten Halbzeit Manuel Nürnberger ersetzen musste. Laut Kroboth zog sich der Spieler eine schwere Verletzung zu und musste noch am Abend operiert werden. Entsprechend rückte das Sportliche für den Trainer zumindest teilweise in den Hintergrund. „Das Wichtigste ist, dass es ihm gut geht und bald nach Hause kommt“, sagte Kroboth. Auch den Rahmen der Partie ordnete er nüchtern ein: keine strittigen Szenen, ein normales Spiel und eine ordentliche Leitung des Schiedsrichters samt Assistenten. Für die sportliche Lage fand er trotz des Fehlstarts mit einem Punkt aus vier Spielen dennoch einen vorsichtig positiven Zugang. „Kein Gegner hat uns wirklich an die Wand gespielt, und außer gegen Deutsch Wagram war gegen jeden Gegner auch etwas drin“, sagte er. Darauf will Prottes aufbauen. Die Richtung ist für den Trainer klar: weiterarbeiten, ruhig bleiben und endlich die Chancen verwerten, damit sich ordentliche Phasen im Spiel auch einmal in Punkten niederschlagen.

Gebietsliga Nord/Nordwest: Großebersdorf : Prottes SC - 2:0 (1:0)

  • 51
    Souheil Hammouche 2:0
  • 19
    Dejan Slamarski 1:0