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„Wir sind nicht an unser Limit gekommen“ – Kreuttal geht in Großebersdorf 0:4 unter

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SV Großebersdorf
SC Kreuttal

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat der SV Großebersdorf am achten Spieltag den SC Kreuttal mit 4:0 besiegt. Für Mario Dolejschek war die Niederlage deutlich und verdient, auch wenn der Kreuttal-Trainer die gelb-rote Karte gegen Phillip Wihro als zu hart einstufte. Entscheidend war für ihn aber nicht nur die Unterzahl. „So richtig ins Spiel ist es uns von der ersten Minute an nicht gelungen“, sagte der Trainer offen. Großebersdorf hatte mehr vom Spiel, setzte Kreuttal früh unter Druck und ging in der 15. Minute durch Dejan Slamarski in Führung. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, doch schon zu diesem Zeitpunkt sprach vieles für die Gastgeber. Dazu kam noch vor dem Seitenwechsel die gelb-rote Karte gegen Phillip Wihro, die Dolejschek als Schlüsselszene einordnete, weil Kreuttal danach fast eine Stunde in Unterzahl weiterspielen musste.

Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

„Zu schlepprig, zu langsam, zu handlungsschwach“

Der Kreuttal-Coach suchte die Gründe für die klare Niederlage nicht nur bei der Hinausstellung. Vielmehr sprach er sehr deutlich über die eigene Leistung und sparte seine Mannschaft dabei nicht aus. „Wir waren nicht griffig genug wie vorige Woche“, sagte Dolejschek. Noch klarer wurde er bei seiner Analyse danach: „Es war gefühlt eine Einstellungssache. Wir sind einfach nicht an unser Limit gekommen, waren phasenweise zu schlepprig, zu langsam und zu handlungsschwach.“ Damit beschrieb er ziemlich genau, warum Kreuttal an diesem Tag kaum in die Partie fand. Zwar habe es laut Dolejschek „die eine oder andere Phase“ gegeben, in der seine Mannschaft besser dagegenhielt, über die gesamten 90 Minuten sei das aber deutlich zu wenig gewesen. Gleichzeitig verteilte er auch ein klares Lob an den Gegner. Vor allem das zentrale Mittelfeld, die Geschwindigkeit über die Außen und ein souveräner Abwehrchef hätten Großebersdorf stark gemacht. „Sie waren auf allen Positionen besser als wir an dem Tag“, meinte Dolejschek.

Nach der Pause zog Großebersdorf in Überzahl davon

Dass die Gastgeber die Partie nach dem Seitenwechsel endgültig auf ihre Seite ziehen würden, überraschte nach dem Verlauf der ersten Hälfte nicht mehr. Dolejschek sagte selbst: „Großebersdorf hat das in Überzahl souverän zu Ende gespielt.“ In Zahlen wurde das ab der 66. Minute sichtbar, als Benjamin Frank auf 2:0 stellte. Spätestens mit dem zweiten Treffer von Dejan Slamarski zum 3:0 in der 74. Minute war die Entscheidung gefallen, ehe Souheil Hammouche in der 83. Minute den 4:0-Endstand herstellte.

Kreuttal richtet den Blick auf die nächste Woche

Bemerkenswert war, dass Dolejschek trotz seiner Kritik an der gelb-roten Karte den Auftritt des Gegners sehr fair einordnete. „Sonst war das kein schwer zu leitendes Spiel“, sagte er über die Partie und betonte, dass es aus seiner Sicht abgesehen von dieser einen Szene keine großen strittigen Situationen gegeben habe. Noch wichtiger war ihm aber der Blick nach vorne. Kreuttal bleibt nach acht Runden bei vier Punkten und steckt damit weiter im unteren Tabellenbereich fest, während Großebersdorf mit 14 Zählern Rang vier untermauert. Beim Verlierer soll nun vor allem die Reaktion in der Trainingswoche passen. „Wir müssen an unserer Einstellung und an unserer Leidenschaft arbeiten“, forderte Dolejschek. Dazu wolle man auch taktische Dinge ansprechen und die Köpfe schnell wieder hochbekommen. „Nächste Woche ist die nächste Chance“, sagte der Trainer, der nach dem klaren 0:4 vor allem wieder mehr Intensität und mehr Verlässlichkeit von seiner Mannschaft sehen will.

Gebietsliga Nord/Nordwest: Großebersdorf : Kreuttal - 4:0 (1:0)

  • 83
    Souheil Hammouche 4:0
  • 74
    Dejan Slamarski 3:0
  • 66
    Benjamin Frank 2:0
  • 15
    Dejan Slamarski 1:0