Ein unfassbares Spiel erlebten die 130 Zuschauer am Freitag Abend in Grafenwörth. Die Heimischen setzten sich dabei mit 4:3 durch. Erneut kam der USC Grafenwörth nach einem Rückstand ins Spiel zurück. Beim USC Kirchberg rissen am Schluss die Nerven, drei Spieler mussten vorzeitig unter die Dusche. Damit ist auch das nächste Spiel der Kirchberger schon negativ belastet.
Die Hausherren übernahmen das Kommando und fanden gleich zu Beginn gute Chancen vor. In Minute 12 sorgte Matthias Poschenreithner für die Führung der Grafenwörther. Sebastian Klepp ging auf der Seite durch und bediente den Stürmer. Poschenreithner nahm sich den Ball an und traf sicher zum 1:0. Nur wenige Augenblicke später entschied der schwache Unparteiische auf Elfmeter für Kirchberg. Klepp rutschte im 16er aus. "Er hat den Gegner leicht berührt, der sofort gefallen ist. Da konnte Klepp gar nichts dafür", ärgerte sich Grafenwörths Trainer Jürgen Fangmeyer über den Elfer. Radovan Achberger trat an und erzielte das 1:1.
In der Folge dominierte weiterhin Grafenwörth, doch die Gäste erzielten den nächsten Treffer. Wieder war es Achberger, der Kirchberg zum Jubeln brachte. Sein strammer Schuss fand den Weg ins Tor. Nach der Pause trafen beide Teams je einmal die Torumrandung. In Minute 67 glichen die Grafenwörther hochverdient aus. Markus Stangl brachte den Ball mit der Ferse Richtung Tor. Achberger kam beim Klärungsversuch zu spät und traf ins eigene Tor. Während dem Jubel der Heimische verlor Lorenz Haas den Ball am eigenen 20er. Lucas Schober nutzte die Unordnung und traf zur neuerlichen Führung der Kirchberger - 3:2.
Doch wieder nur eine Minute später sorgte Poschenreithner mit seinem zweiten Tor für den Ausgleich. Er war von Bernd Neugebauer ideal ins Loch geschickt worden. Mit Jürgen Senk brachte Grafenwörth einen ehemaligen Kirchberger Spieler, der sich gleich mit einem harten Foul einstellte. In der Folge wurde aber auch Senk von den Kirchbergern ordentlich bearbeitet. Für den nächsten Höhepunkt sorgte Hulusi Akkus, der vor der Zuschauertribüne sein Hinterteil entblöste und dafür die rote Karte sah. Zehn Minuten vor dem Ende bekamen die Kirchberger einen Elfmeter zugesprochen. Bernhard Lill foulte seinen ehemaligen Trainerkollegen Jürgen Senk. Florian Klepp trat zum Elfer an und sorgte für das 4:3 für Grafenwörth. In der Schlussphase verlor vor allem der Unparteiische die Nerven, zeigte Martin Rusnak wegen einer Kleinigkeit die gelb-rote Karte. Kurz darauf musste auch noch der dritte Kirchberger mit Rot vom Platz. Matthais Wöber hatte sein Mundwerk nicht mehr unter Kontrolle. Damit verlor Kirchberg nicht nur das Spiel, sondern schwächte sich auch für die nächste Partie.