In der 23. Runde der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel feierte der FC Moser Medical Rohrendorf einen klaren 4:0-Heimsieg gegen den SV W4IT Ziersdorf. Rohrendorf legte früh los, führte zur Pause 2:0 und machte in der Schlussphase alles klar. Ziersdorf-Trainer Martin Aichinger sprach von einer verdienten, aber zu hohen Niederlage und rückte eine Szene in den Mittelpunkt: Aus seiner Sicht war ein vergebener Elfmeter vor dem Seitenwechsel der Knackpunkt – danach lief seine Mannschaft dem Spiel hinterher.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Rohrendorf kam hellwach in die Partie und stellte die Weichen früh. Schon in Minute 6 netzte Andreas Bogner zum 1:0, nach 19 Minuten erhöhte Fabian Polland auf 2:0 – ein Ergebnis, das auch zur Halbzeit hielt. Damit war der Rahmen der Partie gesetzt: Der Gastgeber hatte mehr vom Spiel und nutzte die frühen Chancen. Martin Aichinger schilderte die erste Hälfte klar aus Ziersdorfer Sicht: „Rohrendorf ist eindeutig besser gestartet. In der ersten Halbzeit waren sie dominanter. Sie waren präsenter und sind verdient in Führung gegangen.“ Besonders beeindruckte ihn das Anlaufen der Hausherren: „Der Gegner hat aus einer kompakten Defensive gespielt und sehr gut nach vorne attackiert. Da konnten wir uns kaum wehren.“
Während Rohrendorf die Führung verwaltete, haderten die Gäste mit einer Szene, die für Aichinger das Spiel drehte. „Der Knackpunkt war sicher, dass wir vor der Pause den Elfmeter nicht verwertet haben. Dann wären wir mit 2:1 in die Pause gegangen und hätten in der zweiten Halbzeit noch einmal angreifen können.“ Der Ziersdorf-Coach blieb dabei fair in Richtung Unparteiische: „Die Leistung des Schiedsrichterteams war in Ordnung. Elfmeter ist immer ein Diskussionspunkt – auf beiden Seiten gab es leichte Diskussionen –, aber daran hat es sicher nicht gelegen.“ Nach dem Seitenwechsel sah er sein Team verbessert: „In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen“, doch Zählbares sprang nicht heraus.
Als Ziersdorf mehr riskieren musste, schlug Rohrendorf erneut zu. In der 75. Minute traf Fabian Polland zum 3:0 und schnürte damit seinen Doppelpack, in der Nachspielzeit (90.+2) stellte Lukas Pauer auf 4:0. Aichinger ordnete die Schlussphase nüchtern ein: „Das 3:0 und 4:0 war dann einfach eine Draufgabe, weil wir aufgemacht haben und in der Offensive Akzente setzen wollten.“ Was seiner Mannschaft gefehlt hat, benennt er klar: „Die Geschlossenheit und die Präsenz am Feld. Wir wollten hinten dicht machen – das haben wir nicht umgesetzt.“ Positiv bleibt für ihn: „Wir haben bis zum Schluss nie aufgegeben.“ Blick nach vorne: In der Tabelle hält Ziersdorf bei 30 Punkten auf Rang acht, Rohrendorf mischt mit 39 Zählern vorne mit. „Der Schwerpunkt liegt jetzt auf Regeneration, Defensive stabilisieren und vorne zu Abschlüssen kommen. In den nächsten drei Wochen wollen wir noch etwas Zählbares mitnehmen, damit die Stimmung wieder positiv wird“, so Aichinger.