Spielberichte

„Wir verlieren es mit der letzten Aktion“ – Bruckner ordnet St. Martins 2:3 ein

SC St. Martin
SC Admira Gföhl

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel lieferte der SC St. Martin dem Tabellenführer SC Admira Gföhl ein offenes Duell, stand am Ende aber nach einem späten Gegentreffer mit leeren Händen da – 2:3 (0:2). St.‑Martin‑Trainer Christopher Bruckner sprach von einer „starken Leistung mit bitterem Ende“ und hielt fest: „Wir verlieren es mit der letzten Aktion.“ Trotz der Enttäuschung sah er viel Positives: „Das X wäre minimum gerecht gewesen, aber wir nehmen die guten Ansätze mit.“

Spieler mit Schuh am Ball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, viele Chancen – St. Martin läuft 0:2 hinterher

Die Partie begann denkbar unglücklich für St. Martin. Gföhl schlug früh zu: Erst traf Nico Binder zum 0:1, später legte Markus Simlinger das 0:2 nach – zur Pause lag die Heimelf zurück. Das passte aus Sicht von Coach Christopher Bruckner in ein Muster dieser Saison: „Wir haben wieder ein gutes Spiel geliefert. Wir haben die Chancen, sie machen die Tore.“ Er zählte mehrere dicke Möglichkeiten auf, die sein Team vor der Pause ausgelassen hatte. So sprach er von einer frühen Gelegenheit für Dominik Decker aus dem Sechzehner-Eck, einem zweiten Ball nach einem Eckstoß, der hauchdünn vorbeiging, und einem Alleingang von Ihor Krasnyanyk, der am Tormann scheiterte. „Die erste Halbzeit war sehr, sehr gut von uns, aber wir kriegen die Tore zu einfach, wirklich billig“, ärgerte sich Bruckner – und lobte zugleich seinen Keeper, der das mögliche 0:3 vor der Pause verhinderte. Sein Auftrag für Durchgang zwei war klar: „Weiterspielen, nichts zu verlieren, sie ärgern.“

Aufholjagd nach der Pause: Decker zündet, Gföhl in Unterzahl, Ausgleich per Eigentor

Nach dem Seitenwechsel zahlte sich St. Martins Mut sofort aus. In der 49. Minute brachte Dominik Decker die Gastgeber mit dem 1:2 zurück ins Spiel. Für Bruckner der Knackpunkt: „Das 1:2 war ganz wichtig, knapp nach der Halbzeit. Dominik hat wieder ein Wahnsinnsspiel geliefert und sie 90 Minuten vor Probleme gestellt.“ Kurz darauf schwächte sich Gföhl selbst: Nach Foul an Decker sah Martin Privrel Rot (69.). St. Martin blieb am Drücker – und wurde belohnt: Ein Eigentor von Tobias Flesch stellte in Minute 76 auf 2:2. Der Trainer hob zudem die solide Leistung des Schiedsrichterteams hervor, wies aber auf eine knappe Szene hin: „Ein Tor von Dominik Decker wurde wegen Abseits zurückgenommen. Am Video war es keins, aber das ist extrem schwer zu sehen. Ich mache da keinen Vorwurf. Die Schiedsrichterleistung war sehr gut.“

Spätes 2:3, bittere Lektion – Bruckner sieht trotzdem viel Positives und blickt nach vorne

Die Schlusspointe schrieb dennoch der Tabellenführer: In der Nachspielzeit traf Simon Stefanec zum 2:3 und ließ St. Martin ernüchtert zurück. Bruckner benannte die Ursache klar: „Wir verlieren den Ball in unserer Spieleröffnung, das darf uns einfach nicht passieren.“ Für ihn war es eine dieser Partien, in denen viel stimmte – außer der Ertrag: „Wenn du schon zwei machst, darfst du nicht drei bekommen. Uns fehlt die Konsequenz, solche Gegentore als Mannschaft zu verteidigen.“ Gleichzeitig unterstrich er den starken Auftritt seiner Elf über 90 Minuten und würdigte die Qualität des Gegners: „Gföhl ist eine Topmannschaft mit zwei sehr, sehr guten Legionären – Stefanec und Privrel. Trotzdem waren wir heute die bessere Mannschaft.“ Für den Abschluss in Ziersdorf erhofft sich Bruckner einen runden Ausklang: „Wir spielen guten Fußball, es fehlt nicht viel. Drehen wir an ein paar Schrauben, dann kommen die Erfolge wieder.“

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: St. Martin : Gföhl - 2:3 (0:2)

  • 91
    Simon Stefanec 2:3
  • 76
    Eigentor durch Tobias Flesch 2:2
  • 49
    Dominik Decker 1:2
  • 26
    Markus Simlinger 0:2
  • 7
    Nico Binder 0:1