Der SCU Renz Kottes hat in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel gegen den USV Raabs/Thaya einen klaren 3:1-Heimsieg eingefahren. Nach zähem Beginn fand Kottes vor der Pause den berühmten Dosenöffner und legte nach dem Seitenwechsel nach. Die Gäste hielten lange kompakt, mussten mit dem Rückstand aber aufmachen – die Räume nutzte Kottes konsequent. Für die Treffer sorgten Clemens Höllerschmid, Lukas Hellerschmid und David Rester; Raabs stellte durch Florian Kranzl spät auf 3:1. Trainer Franz Höllerschmid zeigte sich insgesamt zufrieden.

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Kottes tat sich zunächst gegen disziplinierte Raabser schwer. „Am Anfang haben sie eng und kompakt gestanden, wir hatten wenig Mittel, um durchzukommen“, beschrieb Trainer Franz Höllerschmid den Auftakt. In Minute 38 fiel dann das 1:0: Clemens Höllerschmid stellte die Weichen vor der Halbzeitpause. „Das erste Tor war der Dosenöffner“, sagte Höllerschmid, „danach mussten sie aufmachen und wir hatten mehr Räume.“
Nach dem 1:0 zur Pause kam Kottes schwungvoll aus der Kabine und drückte auf die Entscheidung. In der 68. Minute erhöhte Lukas Hellerschmid auf 2:0, neun Minuten später legte David Rester mit einem sauber herausgespielten Treffer das 3:0 nach (77.). Raabs betrieb kurz vor Schluss Ergebniskosmetik: Florian Kranzl stellte in der 86. Minute auf 3:1. Den in der Endphase gegebenen Elfmeter ordnete Höllerschmid fair ein: „Der Elfmeter war gerechtfertigt – trotzdem ein bisserl unnötig.“
In seiner Analyse hob Höllerschmid vor allem das eigene Auftreten mit Ball und das Nachsetzen nach Ballverlusten hervor. „Die größte Stärke war heute unser eigener Ballbesitz, und im Gegenpressing waren wir sehr aktiv und stark“, erklärte er. „Wir haben die Bälle gut laufen lassen und das Spiel über mehrere Phasen dominiert.“ Entscheidend blieb für ihn der Führungstreffer: „Nach dem ersten Tor hatten wir mehr Räume und haben das sehr gut ausgespielt.“ Auch den Gegner würdigte er: „Raabs war ersatzgeschwächt, aber trotzdem ein guter Gegner. Sie wollten kompakt stehen, das hat lange gut funktioniert.“ Ein Knackpunkt bei Raabs war aus seiner Sicht eine personelle Umstellung: „Ihre Nummer neun ist einer der stärkeren Spieler gewesen und musste leider verletzt raus. Das war für uns natürlich kein Nachteil.“ Zum Schiedsrichterteam fand Höllerschmid klare Worte: „Es gab keine strittigen Szenen. Die Leistung des Trios hat gepasst.“
Gefragt nach den Schlüsselmomenten, nannte Höllerschmid zwei Zeitfenster: „Die Phasen zwischen dem ersten Tor und der Halbzeit sowie der Beginn der zweiten Halbzeit waren für uns prägend.“ Genau da kontrollierte Kottes das Geschehen, legte nach und brachte das Ergebnis sicher heim. Ganz ohne Kritik wollte der Coach den Abend aber nicht beenden. „Wir können das Spiel noch schneller nach vorne tragen und im letzten Drittel konsequenter werden. Wir wollen direkter aufs Tor kommen“, so sein Auftrag an die Mannschaft. Trotz des späten 3:1 der Gäste blieb der Gesamteindruck positiv: „Im Endeffekt hat die Leistung gepasst, wir haben uns den Sieg erarbeitet.“