In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel setzte sich der USV Raabs/Thaya gegen den USV St. Bernhard/F. mit 4:2 durch. Nach 0:1 zur Pause drehte Raabs nach dem Wechsel auf, traf spät doppelt und machte den Heimsieg fix. Sportchef Stefan Hölzl ordnete ein: „Die Elfmeter waren entscheidend.“ Sein Team habe lange gewartet, dann aber die Nerven behalten und zugepackt. St. Bernhard blieb dran, am Ende entschieden laut Hölzl die Strafstöße und die größere Konsequenz.

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Die Partie begann offen, ohne klares Übergewicht auf einer Seite. Stefan Hölzl schilderte die ersten 45 Minuten als Spiel mit Möglichkeiten hüben wie drüben, aber ohne die letzte Schärfe im Abschluss: „Es war durchwegs eine gleichbleibende Partie. In der ersten Halbzeit waren wir nicht konsequent vorm Tor, auch St. Bernhard hätte treffen können.“ Genau als vieles auf ein 0:0 zur Pause hindeutete, setzte es doch noch den Rückstand: In Minute 45+2 stellte André Knoll auf 0:1. Für Raabs war das ärgerlich, aber kein Genickbruch. Man blieb ruhig, sortierte sich in der Kabine neu und nahm sich für die zweite Hälfte deutlich mehr Zielstrebigkeit vor.
Nach der Pause kippte das Spiel Schritt für Schritt in Richtung Heimmannschaft. Zuerst glich Roland Gerebenits in Minute 64 zum 1:1 aus. Nur vier Minuten später legte Florian Kranzl das 2:1 nach. St. Bernhard blieb jedoch im Spiel und kam in der 73. Minute durch Daniel Zotter zum 2:2. Die Entscheidung fiel ganz spät – und sie passte zu Hölzls Eindruck vom Match: „Die entscheidenden Aktionen waren natürlich die Elfmeter.“ Raabs blieb am Drücker, Kranzl brachte sein Team in der 87. Minute mit dem 3:2 wieder nach vorne, und Gerebenits legte nur eine Minute später zum 4:2 nach. „In der zweiten Halbzeit waren die Elfmeter entscheidend – beim vierten Tor war es eigentlich entschieden“, meinte Hölzl, der den späten Doppelschlag als Lohn für die Geduld sah.
In seiner Analyse hielt sich der Sportchef nicht lange mit Eigenlob auf. Er hob die Qualität des Gegners hervor: „St. Bernhard war nicht schlecht. Man hat ihr starkes Mittelfeld gesehen. Matthias Gabler und Daniel Zotter sind sehr, sehr gute Mittelfeldspieler.“ Gleichzeitig strich er die eigene Stärke am Ende heraus: „Die Konsequenz zum Schluss, die Elfmeter – und Florian Kranzl hat Gott sei Dank verwandelt.“ Mit der Leitung des Unparteiischen zeigte er sich zufrieden: „Die Leistung vom Schiedsrichter war ganz okay.“ Trotz des 4:2 sah Hölzl klare Aufgaben: „Vorm Tor müssen wir konsequenter sein. Ich hoffe, dass wir nächste Saison wieder alle Spieler zur Verfügung haben und mehr spielerische Lösungen finden.“ In der Tabelle steht Raabs nach 26 Runden bei 28 Punkten auf Rang 12, St. Bernhard hält bei 41 Zählern als Sechster. Für Raabs ist der Sieg ein guter Schlusspunkt – und zugleich Ansporn, an der Effizienz zu feilen.