Spielberichte

„Die letzten sieben Spiele waren wir ungeschlagen“ – Litschau blickt auf starkes Finish

USC Litschau

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat USC Sparkasse Litschau eine schwierige Saison doch noch ordentlich zu Ende gebracht. Nach einem schwachen Start stand am Ende Rang elf mit 29 Punkten, dazu ein starker Schlussspurt ohne Niederlage in den letzten sieben Spielen. Obmann Ralf Wagesreither blickt deshalb positiv zurück, spricht aber auch offen über Verbesserungsbedarf, Verletzte und die offene Trainersuche.

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ein Finish, das den Klassenerhalt abgesichert hat

Lange war die Lage für Litschau alles andere als angenehm. Nach 26 Runden reichte es zwar noch zu Platz elf, über weite Strecken der Saison steckte die Mannschaft aber tief im unteren Bereich fest. Zwischen Runde 15 und 24 stand der Klub sogar durchgehend auf Rang 13, erst am Ende ging es noch nach vorne. Genau deshalb misst Wagesreither dem Schlussspurt so viel Bedeutung bei. „Die letzten sieben Spiele waren wir ungeschlagen, dadurch konnten wir unser Saisonziel Nichtabstieg trotz des wirklich schlechten Saisonstarts noch erreichen“, sagt der Obmann. Wie wichtig diese Phase war, zeigen auch die Ergebnisse zum Abschluss: ein 1:0 gegen SV Ziersdorf, ein 1:1 gegen USV Raabs/Thaya, ein 3:2 gegen USV Groß Gerungs, ein 2:2 gegen FC Rohrendorf und zum Saisonende ein 3:1 gegen SCU Kottes. 

Gute Stimmung, aber kein Lob nur für einzelne

Dass die Stimmung im Verein nun eine ganz andere ist als in den schwierigeren Wochen, verhehlt Wagesreither nicht. „Aufgrund des guten Saisonfinishes und auch noch mit dem Heimsieg im letzten Heimspiel ist die Stimmung im Verein sehr gut“, sagt er. Für ihn ist das aber kein Thema einzelner Spieler, sondern das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklung. „Da will ich keine einzelnen Spieler herausheben“, betont der Obmann ausdrücklich. Stattdessen verweist er darauf, dass sich sowohl die U23 als auch die Kampfmannschaft im Saisonfinish „wirklich gesteigert und reingekniet“ haben. Gerade dieser Gedanke zieht sich durch seine Rückschau: Litschau hat sich nicht mit einem kurzen Ausschlag gerettet, sondern mit einer geschlossenen Phase, in der der ganze Verein das große Ziel Klassenerhalt mitgetragen hat. Entsprechend groß ist bereits jetzt die Vorfreude auf die kommende Saison.

Verletzte bremsen die Vorbereitung, Baustellen bleiben sichtbar

Ganz ohne Sorgen geht Litschau trotzdem nicht in die Sommerpause. Wagesreither nennt zwei längerfristige Ausfälle, die weiter Thema bleiben. „Jakob Mantler kämpft mit einem Syndesmosebandriss. Er wird wahrscheinlich noch zwei Monate brauchen, die Heilung verläuft normal“, sagt er. Dazu kommt Stefan Scherzer, der „mit einem Patellasehnenspitzensyndrom“ zu kämpfen hat und sich aktuell in Reha befindet. Beim Zeitplan bleibt der Obmann vorsichtig und sagt, man hoffe, dass er „im Laufe der Herbstsaison wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen kann“. Dazu passt auch, dass Wagesreither trotz des gelungenen Saisonendes nicht nur zufrieden zurückblickt. Verbesserungspotenzial sieht er klar „im athletischen, technischen und natürlich auch im taktischen Bereich“. Der Nichtabstieg ist geschafft, abgeschlossen ist die Arbeit damit aus seiner Sicht aber noch lange nicht.

Trainersuche läuft, ein Routinier hört auf

Auch rund um die Mannschaft bleibt der Sommer in Litschau spannend. Der Meistertrainer, Witold Sikorski, mit dem der Verein auch aufgestiegen ist, geht laut Wagesreither nun endgültig in den Ruhestand, ein Nachfolger wird noch gesucht. „Sonst hat es im Trainerteam beziehungsweise auch im Verein keine Umstrukturierungen gegeben“, sagt der Obmann. Im Kader endet dafür eine lange Geschichte: Der langjährige Legionär Ondrej Sourek wird mit 43 Jahren seine Karriere beenden. Mit Blick auf die Liga insgesamt hat Wagesreither viel Respekt vor der Konkurrenz. „In der Liga sind sehr viele gute Mannschaften drinnen und das Niveau ist sehr gut“, sagt er, gratuliert USV Langenlois zum Meistertitel und hebt auch SC Admira Gföhl hervor, das bis zum Schluss im Titelrennen dabei war. Bis zum Start Anfang August ist in Litschau also noch einiges zu ordnen, das starke Finish hat dem Verein dafür aber eine deutlich bessere Ausgangslage verschafft.