In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat USC Sparkasse Litschau in Runde zwei gegen Horn SV II mit 3:2 gewonnen und damit die passende Antwort auf den Fehlstart gegeben. Nach einem nervösen Beginn und einem 0:1 zur Pause drehte die Heimelf die Partie mit drei Treffern binnen sechs Minuten. Für Obmann Ralf Wagesreither lag der Schlüssel in der Reaktion nach dem Ausgleich und im größeren Willen seiner Mannschaft.

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Ralf Wagesreither beschrieb die erste Phase als zähen Beginn, der viel mit der Ausgangslage beider Mannschaften zu tun hatte. „Es war ein nervöser Beginn von beiden Mannschaften, weil beide in der ersten Runde eine Niederlage einstecken mussten“, sagte der Obmann von USC Sparkasse Litschau. Gerade bei seiner Mannschaft sei nach der empfindlichen Auftaktniederlage das fehlende Selbstvertrauen spürbar gewesen. Entsprechend entwickelte sich zunächst ein Geplänkel, ehe Horn SV II in der 29. Minute durch Dominik Omelianiuk auf 1:0 stellte und diesen Vorsprung auch mit in die Halbzeit nahm.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann deutlich. Wagesreither sprach davon, dass USC Sparkasse Litschau „zu unseren alten Tugenden zurückgefunden“ habe und die Partie deshalb noch verdient drehen konnte. Der Ausgleich fiel in der 60. Minute, als Tobias Friedrich nach einer Pressingsituation konsequent abschloss. Genau diese Szene hob der Obmann besonders hervor, weil die Antwort danach sofort kam. Nur zwei Minuten später erhöhte Daniel Kavka nach einem weiteren Ballgewinn auf 2:1. Als Florian Kreuzer in der 66. Minute auf 3:1 stellte, war die starke Phase der Gastgeber komplett.
Für Wagesreither lag der Unterschied am Ende nicht nur in den Toren, sondern vor allem in der Art, wie seine Mannschaft nach dem Rückstand auftrat. „Der entscheidende Unterschied war, dass wir mehr Willen und mehr Durchschlagskraft hatten, die Tore zu erzielen, und gemeinsam den Sieg mehr wollten“, sagte er. Gefallen hat ihm, dass USC Sparkasse Litschau im Verbund verteidigte und die Umschaltsituationen ausnutzte. Gleichzeitig sieht er noch Luft nach oben: „Generell geht es darum, dass wir wieder Selbstvertrauen bekommen und so zu unserer spielerischen Stärke finden.“ Dass Horn SV II nach dem Eigentor von Vojtech Hron in der 81. Minute noch auf 2:3 verkürzte, änderte nichts mehr am Heimsieg. Den Gegner beschrieb Wagesreither als „technisch sehr gute Mannschaft mit sehr guten jungen Spielern“, der am Ende aber „die Abgeklärtheit und die Durchschlagskraft“ gefehlt habe. Auch mit der fairen Linie der Partie war er einverstanden: „Der Schiedsrichter war sehr gut. Es hat keine diskutablen Entscheidungen gegeben.“
Gerade deshalb hat dieser Erfolg für USC Sparkasse Litschau mehr Gewicht als nur drei Punkte. Nach der Niederlage in der ersten Runde und dem 0:1 zur Pause war dieses Spiel auch eine Frage des Selbstvertrauens, und genau dort setzte die Wende an. Wagesreither betonte mehrmals, wie sehr die Mannschaft durch das schnelle 2:1 und das 3:1 wieder an sich geglaubt habe. Der erste Saisonsieg ist damit eingefahren, entscheidender ist aus seiner Sicht aber, dass USC Sparkasse Litschau dieses Gefühl mitnimmt und nun auch spielerisch wieder stabiler wird.