Spielberichte

„Wir trauern dem Sieg ein bisschen nach“ – Dobersberg lässt in Atzenbrugg Chancen liegen

USV Atzenbrugg/H.
USV Dobersberg

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel haben sich USV Atzenbrugg/H. und USV Raika Dobersberg in einer intensiven Partie 3:3 getrennt. Für Dobersberg fühlte sich der Punkt nach dem Spielverlauf dennoch nicht ganz rund an. Trainer Klaus Doppler sah seine Mannschaft vor allem nach der Pause näher am Sieg, musste am Ende aber mit einem Remis leben.

Fußball und violette Fußballschuhe

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Vier Tore in einer offenen ersten Hälfte

Schon die erste Halbzeit hatte genau das, was man sich von so einem Duell in dieser Liga erwartet: Tempo, viele Zweikämpfe und kaum Zeit zum Durchschnaufen. Doppler brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „In Halbzeit eins war es ein ausgeglichenes Spiel, das sehr intensiv mit gutem Tempo und vielen Zweikämpfen geführt wurde.“ Dobersberg ging in der 12. Minute durch Martin Klatil in Führung, Atzenbrugg antwortete aber rasch und kam nur vier Minuten später durch Jürgen Sprengnagel zum 1:1. Danach blieb die Partie offen, ehe Noah Riegler die Gastgeber in der 30. Minute erstmals voranbrachte. Noch vor der Pause stellte Dobersberg den Gleichstand wieder her, als Richard Svoboda in der 44. Minute das 2:2 erzielte. Genau dieses Bild passte auch zur Einschätzung des Trainers, der von einem sehr ausgeglichenen ersten Durchgang sprach.

Dobersberg nach der Pause näher am Sieg

Nach dem Seitenwechsel sah Doppler seine Mannschaft dann mit Vorteilen. „In Halbzeit zwei konnten wir etwas mehr Spielanteile verbuchen und hatten auch die klareren Torchancen“, sagte der Dobersberg-Coach, und genau daraus nährte sich auch das Gefühl, dass für die Gäste sogar mehr als ein Punkt drinnen gewesen wäre. In der 72. Minute brachte Martin Klatil Dobersberg mit seinem zweiten Treffer des Abends wieder in Führung, beim 2:3 schien das Spiel in die gewünschte Richtung zu kippen. Entscheidend war aus Sicht des Trainers aber, dass seine Mannschaft danach nicht nachlegte. „Wir trauern jedoch ein bisschen dem Sieg nach, da wir in Halbzeit zwei doch zwei große Möglichkeiten für den Siegestreffer hatten“, sagte Doppler. Weil diese Chancen ungenutzt blieben, blieb Atzenbrugg im Spiel und kam in der 82. Minute durch Berkan Mustafi noch zum 3:3.

Griffig im Spiel nach vorne, zu anfällig bei den Gegentoren

Doppler hatte trotz des späten Ausgleichs einige Punkte, mit denen er zufrieden war. Vor allem gegen den Ball in den direkten Duellen und nach Ballgewinnen gefiel ihm der Auftritt seiner Mannschaft. „Wir waren gut positioniert in den Zweikämpfen. Wir waren, denke ich, auch sehr griffig und aggressiv, konnten immer wieder bei Balleroberungen sehr gute Umschaltmomente kreieren und kamen auch zu vielen Chancen“, erklärte er. Gleichzeitig sprach der Trainer aber auch klar an, warum aus dem Auswärtsspiel kein voller Erfolg wurde. „Verbesserungsfähig ist natürlich die Arbeit gegen den Ball. Vor allem bei Standardsituationen konnten wir nicht die Zuteilung finden und den Treffer verhindern. Drei Gegentreffer sind natürlich immer ein Bereich, wo man sich dann verbessern kann.“ Damit hatte Doppler den Knackpunkt des Abends eigentlich selbst geliefert: vorne genug Möglichkeiten, hinten aber zu viel zugelassen.

Ein Punkt zum Mitnehmen, aber auch ein Warnhinweis

Dass Dobersberg nach diesem 3:3 nicht nur mit Frust heimfuhr, machte der Trainer ebenfalls deutlich. „In Summe gesehen ist der Punktgewinn als Auswärtsmannschaft für uns natürlich sehr positiv“, sagte er, auch wenn das Remis nach dem Verlauf einen kleinen Beigeschmack behielt. Respekt hatte Doppler zudem für den Gegner, den er als „sehr, sehr guten Aufsteiger“ bezeichnete. Atzenbrugg sei spielerisch stark, ballsicher und suche immer wieder Lösungen mit dem Ball, dazu komme ein gutes Zweikampfverhalten. Im Mittelpunkt blieb für ihn aber der eigene Auftritt: „Wir sind froh, zumindest diesen einen Punkt jetzt mitgenommen zu haben.“ Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ohnehin nicht, denn für Dobersberg geht es nun schon mit dem nächsten Heimspiel weiter.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: Atzenbrugg : Dobersberg - 3:3 (2:2)

  • 82
    Berkan Mustafi 3:3
  • 72
    Martin Klatil 2:3
  • 44
    Richard Svoboda 2:2
  • 30
    Noah Riegler 2:1
  • 16
    Jürgen Sprengnagel 1:1
  • 12
    Martin Klatil 0:1