In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat sich SV W4IT Ziersdorf am Sonntag mit 2:0 gegen USV Raabs/Thaya durchgesetzt. Nach einem ersten Abschnitt auf Augenhöhe brachte Simon Rockenbauer die Gastgeber in der 31. Minute in Führung, ehe Lukas Waltner in der 82. Minute den Schlusspunkt setzte. Trainer Martin Aichinger machte nach dem Spiel vor allem die kompakte, geschlossene Defensivarbeit seiner Mannschaft als entscheidenden Grund für den Heimsieg aus.

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Aus Sicht von Martin Aichinger entwickelte sich die Partie von Beginn an ausgeglichen. „Es war zu Beginn ein Spiel auf Augenhöhe, beide Mannschaften waren aggressiv, und auf beiden Seiten hat es am Anfang leichte Torchancen gegeben“, schilderte der Ziersdorf-Trainer. Gerade deshalb legten die Gastgeber ihren Schwerpunkt früh auf die Arbeit gegen den Ball. Aichinger sagte offen, dass man sich „eher auf die Defensive konzentriert“ habe, weil Raabs offensiv viel Qualität mitbringe. Diese Herangehensweise zog sich dann durch den ganzen Nachmittag. Ziersdorf stand kompakt, machte die Räume eng und versuchte, der spielstarken Offensive der Gäste möglichst wenig Platz zu lassen. Dass die Partie trotzdem nie einseitig wurde, passte zu Aichingers Eindruck von einem Match, das lange ausgeglichen blieb, indem seine Mannschaft aber ihren Plan sauber durchzog.
Die Führung fiel in der 31. Minute, und auch dieses Tor beschrieb Aichinger sehr genau. Vor dem 1:0 ging Philipp Hauser auf der Seite durch, in der folgenden Aktion entstand ein Eckball. Simon Rockenbauer brachte den Ball zur Mitte, „und er ist direkt im Tor gelandet“, erzählte der Trainer. Für Aichinger war es nicht nur ein wichtiges Tor zu einem guten Zeitpunkt, sondern auch „ein sehr schönes Tor“. Mit diesem Treffer nahm Ziersdorf das 1:0 mit in die Pause, was dem eigenen Matchplan zusätzlich in die Karten spielte. Raabs blieb zwar laut Aichinger ein sehr starker Gegner mit guten Einzelspielern, doch die Gastgeber konnten ihre Führung behaupten, weil sie weiter diszipliniert verteidigten und im Spiel gegen den Ball kaum nachließen.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Aichinger ein Duell auf Augenhöhe. Ziersdorf verwaltete den Vorsprung nicht einfach nur, sondern blieb in seiner Ordnung und wartete auf den richtigen Moment. Dieser kam in der 82. Minute. Lukas Waltner eroberte im Zentrum stark den Ball und spielte zu Eric Willer weiter. Der drehte auf der Seite auf, ging nach vorne und brachte den Ball mit links zur Mitte. Dort nahm Waltner den Ball an und schoss ihn mit dem zweiten Kontakt ins lange Eck. „Das war ein sensationeller Spielzug“, sagte Aichinger, der damit noch einmal unterstrich, dass der zweite Treffer nicht bloß ein später Konter war, sondern eine sauber ausgespielte Aktion. Mit diesem 2:0 war die Partie schließlich entschieden, nachdem sie über weite Strecken eng geblieben war.
Im Mittelpunkt der Analyse des Ziersdorf-Trainers stand danach ganz klar die Arbeit seiner Mannschaft gegen den Ball. „Das Erfolgsrezept war die sehr gute Defensivarbeit“, sagte Aichinger. Er hob dabei nicht nur die Viererkette oder den Tormann hervor, sondern die gesamte Mannschaft. „Das hat schon in der Offensive begonnen, dass wirklich alle nach hinten gearbeitet haben und defensiv sehr kompakt gestanden sind.“ Genau darin sah er den Unterschied an diesem Tag. Ziersdorf habe die Räume gut zugedeckt und dem Gegner in der Defensive „kaum Raum“ gelassen, um seine offensive Qualität auszuspielen. Zugleich sprach Aichinger Raabs ausdrücklich Respekt aus: „Das ist ein sehr starker Gegner. Man sieht, dass sie individuell sehr gute Spieler drinnen haben.“ Dass der Gegner noch nicht ganz eingespielt wirke, weil die Mannschaft neu formiert sei, ordnete er zwar ein, am Kern seiner Bewertung änderte das aber nichts. Für ihn war es am Ende „eine super kämpferische und taktische Leistung“, mit der Ziersdorf nach zwei Runden bei drei Punkten steht und aus diesem 2:0 vor allem Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben mitnehmen kann.