In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat der USV St. Bernhard/F. den SCU Gars/Kamp mit 5:1 besiegt und damit den dritten Sieg im dritten Spiel eingefahren. Nach dem 4:0 zur Pause war die Richtung bereits klar. Trainer Manuel Fettinger sah einen „sehr guten Start“, viel Konzentration und eine Mannschaft, die den Erfolg vor eigenem Publikum unbedingt haben wollte.

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Die Gastgeber waren von Beginn an drin und setzten gleich das erste Ausrufezeichen. Schon in der 3. Minute brachte Daniel Zotter St. Bernhard in Führung, und genau dieser Auftakt war für Fettinger ein ganz wesentlicher Teil der Geschichte. „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet. Wir waren von Anfang an gut im Spiel, sehr konzentriert und fokussiert“, sagte der Trainer nach der Partie. Besonders in Erinnerung blieb ihm dabei das 1:0, das er als „sensationelles Weitschusstor“ beschrieb. Zotter traf aus rund 30 Metern und gab seinem Team damit sofort Rückenwind. Noch wichtiger wurde die Anfangsphase dann wenige Minuten später, als Gars nach der Roten Karte gegen Manuel Steiner ab der 8. Minute in Unterzahl weiterspielen musste. St. Bernhard blieb am Drücker, und in der 19. Minute erhöhte Zdenek Linhart per Elfmeter auf 2:0. Für Fettinger war schon da zu spüren, dass seine Mannschaft an diesem Abend sehr klar wusste, was sie wollte.
Dass St. Bernhard zur Halbzeit bereits mit 4:0 vorne lag, war für den Trainer kein Zufall, sondern die Folge einer sehr konsequenten ersten Hälfte. „Es hat zwei Knackpunkte gegeben. Das Erste war der schnelle Führungstreffer mit dem kurz darauf folgenden Ausschluss. Die Vorentscheidung war dann kurz vor der Pause mit dem Doppelschlag“, ordnete Fettinger die Partie ein. In der 40. Minute fiel das 3:0 durch ein Eigentor von Nico Tscheppen, nachdem sich Laurenz Eichwalder rechts durchgesetzt und den Ball zur Mitte gebracht hatte. Praktisch mit dem Pausenpfiff legte Leos Vozihnoj in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch das 4:0 nach, ebenfalls per Elfmeter. Spätestens da war das Spiel aus Sicht des St.-Bernhard-Trainers entschieden. „Da war die Partie entschieden“, sagte Fettinger, der genau diese Phase als den Moment sah, in dem sein Team dem Gegner endgültig den Zahn zog.
Neben dem klaren Spielstand hob Fettinger vor allem hervor, wie geschlossen seine Mannschaft gearbeitet hat. „Aus meiner Sicht hat sehr gut das Spiel gegen den Ball funktioniert. Wir sind defensiv sehr kompakt gestanden und haben Gars aus dem Spiel heraus so gut wie keine Möglichkeiten gelassen“, sagte er. Dazu kam eine gute Chancenverwertung, die den Unterschied zusätzlich sichtbar machte. „In der Offensive haben wir unsere Chancen eigentlich ziemlich effektiv genützt“, so der Trainer. Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, war für ihn trotzdem kein Grund, den Gegner kleinzureden. Im Gegenteil: Fettinger bezeichnete Gars als „absolute Top-Mannschaft in der Liga“ und sprach von einer Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern und Qualität in allen Mannschaftsteilen. Auch die strittigen Situationen ordnete er klar ein. Beide Elfmeter seien für ihn berechtigt gewesen, und auch die Rote Karte könne man geben. „Aus meiner Sicht gibt es keine großen Sachen, über die man diskutieren kann“, meinte der Trainer.
Ganz ohne Gegentor blieb St. Bernhard am Ende zwar nicht. In der 76. Minute verkürzte Andreas Ringswirth für die Gäste auf 4:1. Eine echte Wende ließ der Tabellenführer daraus aber nicht mehr entstehen. Nur vier Minuten später stellte Dzemil Alic mit dem 5:1 den alten Abstand wieder her und setzte damit den Schlusspunkt unter einen Abend, mit dem die Gastgeber rundum zufrieden sein konnten. Fettinger brachte die Leistung seiner Mannschaft nach dem Schlusspfiff noch einmal knapp auf den Punkt: „Wir sind sehr zufrieden. Unsere Mannschaftsleistung war top.“ Dazu kam für ihn auch die Haltung seiner Mannschaft. „Ich glaube, wir haben von Anfang an gezeigt, dass wir diese drei Punkte vor heimischem Publikum unbedingt möchten“, sagte er. Mit neun Punkten aus drei Spielen steht St. Bernhard damit weiter ganz vorne, und auch die Stimmung passt. „Wir haben aktuell eine sehr gute Stimmung und es macht Spaß, mit diesen Jungs zu arbeiten“, sagte Fettinger.