Kräftiger Auswärtsauftritt in der Gebietsliga Süd/Südost: Der SG Weissenbach/Klausen-L./A. gelingt beim USC Kirchschlag ein 4:1 nach frühem Rückstand. Nach Stefan Weidingers Starttreffer drehten Laszlo Somlyo und Manuel Steiner die Partie noch vor der Pause, Jan Richard Lunczer und Florent Thaci legten nach. Sportchef Raimund Horvath sprach von einer reifen Reaktion seiner Mannschaft: „Am Ende des Tages haben wir unsere Chancen besser genutzt und uns mit unserer Geschlossenheit durchgesetzt.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Kirchschlag erwischte den deutlich besseren Start. „Der Spielstart und die erste Viertelstunde haben ganz klar Kirchschlag gehört. Sie waren am Anfang die bessere Mannschaft, haben uns mit Tempo und großem Angriffswillen überrascht und sind verdient in Führung gegangen“, sagte Raimund Horvath. Schon nach sieben Minuten traf Stefan Weidinger zum 1:0. Weissenbach brauchte etwas, sammelte sich aber und kam über aktiveres Zweikampfverhalten und mehr Tiefe in die Partie. Der Ausgleich fiel in Minute 22 nach schnellem Umschalten: Laszlo Somlyo traf zum 1:1 – genau dieses Umschaltmuster hob Horvath hervor: „Je länger das Spiel lief, desto mehr konnten wir die Kontrolle übernehmen.“ Kurz vor dem Pausenpfiff schlugen die Gäste dann nach einer Standardsituation zu: Manuel Steiner verwertete zum 1:2 (45.). Für Horvath war das kein Zufall: „Wir haben uns durch den frühen Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen lassen, konzentriert weitergespielt und uns als Mannschaft dagegengestellt.“
Direkt nach Wiederbeginn stellten die Gäste auf 1:3: In der 53. Minute traf Jan Richard Lunczer und gab seiner Elf das nächste Erfolgserlebnis. Horvath ordnete die Phase rund um die Führung ein: „Beim 2:1 war Kirchschlag sehr nahe am Ausgleich. Da hätte das Spiel eventuell noch einmal kippen können.“ Weissenbach blieb jedoch stabil, verteidigte konsequent und wartete auf den nächsten Moment. Der kam in der 70. Minute: Florent Thaci vollendete zum 1:4 und machte aus Sicht der SG alles klar. Horvath gefiel dabei vor allem die Arbeit gegen den Ball: „Beim 4:1 hat unser Mittelfeldpressing sehr gut funktioniert. Mathias Gottlieber gewinnt den Ball, wir spielen es ideal zu Ende und machen das Tor.“ Dass die Gäste in diesen Phasen wenig zuließen und vorne effizient blieben, war schlussendlich der Schlüssel auf dem Weg zu drei Auswärtspunkten.
Trotz des klaren Resultats fand Horvath deutliche Worte des Respekts für den Gegner: „Kirchschlag hat sicher eine der besten Offensiven in der Liga und sie haben ihre Stärken am Start sehr gut eingesetzt.“ Den Unterschied sah er dennoch eindeutig bei seiner Truppe: „Am Ende des Tages haben wir unsere Chancen besser genützt und sind mit Fortdauer des Spiels durch unsere mannschaftliche Geschlossenheit besser ins Spiel gekommen.“ Ein Extralob gab es für den Unparteiischen: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut. Er hat das Spiel ruhig und fair gepfiffen.“ Abseits des Rasens herrschte Festtagslaune: „Die Stimmung auf den Rängen war bombastisch, beide Vereine feuerten ihre Mannschaften fair, aber frenetisch an, und es gab nach dem Spiel noch einen tollen Handshake. Kirchschlag hat echt super Fans!“ Außerdem reiste Weissenbach mit Fanbus an – eine Einladung schickte Horvath hinterher: „Der SC Weissenbach ist mit einem Fanbus angereist, und wir würden uns freuen, wenn Kirchschlag zu uns auch wieder mit dem Bus kommt.“ In der Tabelle steht Weissenbach mit 39 Punkten auf Rang sechs, Kirchschlag folgt mit 33 Zählern knapp dahinter – ein Duell auf Augenhöhe, das Lust auf die nächsten Runden macht.