In der Gebietsliga Süd/Südost erlebte Weissenbach am Samstag ein enges Duell: Die SG Weissenbach/Klausen-L./A. unterlag dem SC Sommerein mit 0:2. Nach torloser erster Hälfte fielen die entscheidenden Treffer nach der Pause. Aus Sicht der Hausherren war es eine bittere Niederlage, weil ein vergebener Elfmeter und zu wenig Kaltschnäuzigkeit den Unterschied machten. Sportchef Raimund Horvath sprach von viel Aufwand, aber zu wenig Ertrag – und von einer Partie, die „sehr bemüht, aber auch unglücklich“ lief.

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Die erste Hälfte war eng, kampfbetont und ohne Tore, zur Pause stand es 0:0. Weissenbach investierte, suchte den Weg nach vorne und blieb hartnäckig dran. „Wir waren sehr bemüht, aber auch unglücklich“, ordnete Sportchef Raimund Horvath ein. Nach dem Seitenwechsel nutzte Sommerein seine Chance eiskalt: In Minute 63 traf Christoph Peter zum 0:1. Weissenbach lief an, suchte den Ausgleich, doch das Tor fiel wieder auf der anderen Seite – Manuel Gotschy erhöhte in der 79. Minute auf 0:2. Zu den prägenden Momenten zählte aus Sicht der Heimischen ein vergebener Elfmeter. „Der verschossene Elfmeter von Weissenbach war entscheidend“, sagte Horvath. An der Moral lag es nicht: „Die Mannschaft hat bis zum Schluss alles versucht.“
Der sportliche Leiter brachte das Weissenbacher Hauptthema klar auf den Punkt: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und haben deswegen verloren.“ Weissenbach arbeitete sich immer wieder in gute Zonen, legte sich Möglichkeiten zurecht, doch der letzte Stich blieb aus. Horvath nannte dafür einen klaren Grund: „Uns hat der letzte Fokus, die allerletzte Konzentration gefehlt.“ In solchen Spielen, in denen es lange eng bleibt, entscheiden Nuancen – und genau diese Nuancen kippten diesmal gegen die Hausherren. Der vergebene Strafstoß stand sinnbildlich dafür, dass an diesem Abend die Genauigkeit im Abschluss fehlte. Dass die Mannschaft bis zuletzt marschierte, hob Horvath dennoch hervor: „Wir haben bis zum Schluss alles in die Waagschale geworfen, um das Spiel zu kippen.“
Während Weissenbach nach dem 0:1 anlief, blieb Sommerein ruhig und tat genau das, was in seiner Lage nötig war. „Der Gegner hat die Tugenden aufs Feld gebracht, die notwendig sind, um nicht abzusteigen: defensive Disziplin, Kampfkraft und auch das nötige Glück im Abschluss“, erklärte Horvath anerkennend. Mit Blick auf die Tabelle sammelte Sommerein damit äußerst wertvolle Punkte im Abstiegskampf, während Weissenbach auf einem soliden sechsten Platz bleibt. Positiv: Die Rahmenbedingungen gaben keinen Anlass zur Aufregung. „Die Schiedsrichterleistung war gut. Es gab keine strittigen Situationen“, so Horvath. Unterm Strich stand ein Abend, an dem Weissenbach viel investierte, sich aber nicht belohnte – und Sommerein nach der Pause zweimal eiskalt zuschlug. Für Weissenbach bleibt als Auftrag für die nächste Runde: Chancen nutzen, Fokus halten, Aufwand in Zählbares ummünzen.