Spielberichte

4:1 nach 0:1: Bakar sieht im 2:1 den Wendepunkt

ASK Marienthal
SC Himberg

In der Gebietsliga Süd/Südost drehte der ASK Marienthal gegen den SC Himberg ein frühes 0:1 in ein klares 4:1. Nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang legten die Hausherren nach der Pause zu und entschieden die Partie binnen zwanzig Minuten. Trainer Yasin Bakar hob das 2:1 als Schlüssel hervor und lobte Disziplin und Matchplan seiner Elf: „Wir haben zusammen gespielt, den Plan durchgezogen und die Chancen genutzt.“ Himberg blieb nach gutem Start ohne Ertrag – Marienthal nutzte die entstandenen Räume eiskalt.

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Marienthal dreht nach Rückstand – Ausgleich als Initialzündung

Himberg erwischte den besseren Start, stand kompakt und machte in der Anfangsphase spürbar mehr Druck. Der Lohn kam in Minute 28, als Mathias Svoboda die Gäste 1:0 in Front brachte. Marienthal schüttelte sich nur kurz – und fand mit einem starken Moment zurück: Bereits vier Minuten später stellte Patrik Volf auf 1:1. Coach Yasin Bakar beschrieb die Szene eindrücklich: „Das 1:1 war eine Einzelaktion von Volf. Er ist durch fünf Spieler gedribbelt, am Tormann vorbei und hat eingeschoben – das war der Knackpunkt.“ Mit dem 1:1 zur Pause war wieder alles offen, und die Heimischen hatten sichtbar Oberwasser für den zweiten Durchgang.

Früher Doppelschlag nach der Pause und mutige Umstellung

Kaum war wieder angepfiffen, kippte das Spiel komplett auf die Seite der Gastgeber. In der 47. Minute brachte Emre Coskuner Marienthal 2:1 in Führung. „Das 2:1 hat uns sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Danach haben wir ruhiger gespielt“, sagte Bakar. Seine Mannschaft blieb am Drücker, nutzte die nächste Gelegenheit und erhöhte durch Andre Hofer in Minute 53 auf 3:1. Die Entscheidung fiel endgültig in der 66. Minute, als erneut Patrik Volf zuschlug und auf 4:1 stellte. Bakar erklärte, warum seine Elf nachlegte: „Wir haben auf einen Sechser und zwei Achter umgestellt. Das hat uns vorne mehr Räume gegeben, und die haben wir ausgenutzt.“

Matchplan, flache Bälle und klare Kante in der Box

Bakar führte den Erfolg vor allem auf Disziplin und ein klares Konzept zurück. „Wir waren 1:0 im Rückstand, haben dann aufgeholt und am Ende 4:1 rausgeholt. Wir wollten mit flachen Bällen durchkommen – das haben wir über neunzig Minuten diszipliniert umgesetzt“, betonte der Trainer. Zugleich sah er Ansatzpunkte: „Wir könnten noch ein bisschen mehr Tempo rausholen.“ Den Gegner würdigte er für dessen Startphase: „Himberg war sehr motiviert, am Anfang haben sie mehr Druck gemacht und waren kompakter.“ Unterm Strich entschied jedoch die Effizienz: „Der entscheidende Unterschied war, dass wir die Chancen genutzt haben und Himberg nicht.“ Auch zum Unparteiischen blieb Bakar sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war okay. Es gab keine Kritikpunkte.“

Ein Sieg mit Wirkung – und ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Mit dem deutlichen Heimsieg in der 26. Runde setzte Marienthal ein wichtiges Zeichen. In einer Liga, in der Kleinigkeiten oft den Ausschlag geben, half der schnelle Zugriff nach der Pause, das Spiel zu kontrollieren und Himberg den Stecker zu ziehen. Dass Marienthal seine vier Tore durch den Ausgleich von Volf sowie die Treffer von Coskuner, Hofer und nochmals Volf erzielte, unterstreicht die kollektive Leistung, auf die Bakar pochte. Für die kommenden Aufgaben bleibt der Fahrplan klar: Matchplan beibehalten, Ballsicherheit und flache Lösungen suchen – und, wie der Trainer es formulierte, „noch ein bisschen mehr Tempo rausholen“, um enge Phasen früher auf die eigene Seite zu ziehen.

Gebietsliga Süd/Südost: Marienthal : Himberg - 4:1 (1:1)

  • 66
    Patrik Volf 4:1
  • 53
    Andre Hofer 3:1
  • 47
    Emre Coskuner 2:1
  • 32
    Patrik Volf 1:1
  • 28
    Mathias Svoboda 0:1