Ein klarer Schlusspunkt in der Gebietsliga Süd/Südost: Der SC Leopoldsdorf fertigte den SC Reisenberg mit 6:0 ab und legte schon vor der Pause die Basis. Trainer Roman Schlögl sprach von deutlicher Überlegenheit und viel Ballbesitz, sein Team nutzte die Räume konsequent. In einem emotionalen Rahmen mit dem Karriereende von Kapitän Marcel Hribernik und dem eigenen Abschied des Coaches bekamen die Fans trotz besiegelten Abstiegs einen versöhnlichen Heimabend geboten.

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Leopoldsdorf setzte gleich zu Beginn ein Zeichen und übernahm die Kontrolle. Roman Schlögl brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir haben von Beginn an die Partie klar dominiert.“ Der frühe Lohn folgte in Minute 9, als Berkin Gürünlü das 1:0 erzielte. „Ab dem 1:0 waren wir klar stärker“, so der Coach. Daniel Iliev legte nach 24 Minuten zum 2:0 nach, ehe Gürünlü in der 39. Minute seinen Doppelpack schnürte – 3:0 zur Pause. Auch nach dem Wechsel ließ die Heimelf nicht locker: Lukas Werner erhöhte in der 55. Minute auf 4:0, Mario Angerer traf in Minute 61 zum 5:0. Den Schlusspunkt setzte Marcel Hribernik in der 69. Minute mit dem 6:0. Leopoldsdorf blieb über weite Strecken am Drücker, nutzte die Chancen eiskalt und ließ hinten wenig zu.
Nach dem Kantersieg erklärte Schlögl, wo der Unterschied lag: „Der SC Leopoldsdorf hatte viel mehr Ballbesitz als der SC Reisenberg.“ Für ihn war es eine logische Folge eines Auftritts, der in allen Mannschaftsteilen funktionierte. „Das Teamgefüge hat heute perfekt gepasst“, sagte er und verwies auf das geschlossene Nachschieben und die Bereitschaft, jeden Laufweg mitzunehmen. Zum Gegner fand er respektvolle Worte, ordnete aber klar ein: „Der SC Reisenberg hat versucht, defensiv zu agieren, wir haben die Lücken perfekt ausgenutzt.“ Auch das Schiedsrichterteam bekam ein faires Lob: „Insgesamt war die Leistung des Schiedsrichterteams gut.“ Aus seiner Sicht war das frühe 1:0 der Türöffner, danach kontrollierte seine Elf das Spiel und legte nach der Pause sogar noch zu.
Bei aller sportlichen Klarheit war der Abend emotional aufgeladen. „Die Stimmung am Platz war trotz des besiegelten Abstiegs ziemlich gut“, betonte Schlögl. Besonders berührend: „Marcel Hribernik, unser Kapitän, hat heute seine Karriere beendet.“ Der Trainer würdigte den langjährigen Leader ausdrücklich: „Sein Einfluss war über die letzten Jahre sensationell, menschlich wie fußballerisch. Der Abschied war sehr emotional, es waren viele ehemalige Mitspieler da.“ Gleichzeitig gab Schlögl seinen eigenen Schritt bekannt: „Ich möchte dem SC Leopoldsdorf für die vergangenen Jahre danken und dafür, dass ich hier meinen ersten Kampfmannschaftsposten bekommen habe. Nun werde ich den Verein verlassen.“ Zur Zukunft blieb er offen: „Klarheit zu meiner nächsten Station gibt es noch keine, die Nachfolge ist auch noch nicht fix. Die Entscheidung steht seit circa zwei Wochen fest.“ Zum Schluss richtete er noch eine Botschaft an seinen Heimatverein: „Ich wünsche meinem Heimatverein, dem SC Leopoldsdorf, für die künftigen Jahre alles Gute.“