Spielberichte

ASV Ofenbinder Spratzern unterliegt 1:3 in Waidhofen/Ybbs – Unterhuber: „Eigenfehler abstellen, dann kommen die Resultate“

Waidhofen/Ybbs
ASV Spratzern

Zwischen dem SG Waidhofen/Ybbs und dem ASV Ofenbinder Spratzern entwickelte sich in der Gebietsliga West ein intensives und weitgehend ausgeglichenes Duell – mit vielen Zweikämpfen, ähnlichen Ballbesitzphasen und etlichen gefährlichen Momenten. Am Ende gaben jedoch eigene Nachlässigkeiten den Ausschlag. Trainer Marc Andre Unterhuber stellte nach dem Abpfiff weniger das nackte Resultat als die Art und Weise in den Mittelpunkt: solide bei Standards, Chancen nach der Pause – aber zu wenig Konsequenz in Schlüsselszenen.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Auf Augenhöhe – und doch Lehrmomente

„Es war ein Spiel auf Augenhöhe“, ordnete Unterhuber ein – und erklärte zugleich, warum sein Team sich selbst im Weg stand. „In der zweiten Halbzeit hätten wir die Möglichkeit gehabt, ein zweites oder drittes Tor zu machen.“ Der Blick blieb selbstkritisch: „Wir waren zu grün hinter den Ohren und haben unsere gute Ausgangslage leichtfertig aus der Hand gegeben.“ Schon in der Anfangsphase setzte Spratzern Akzente: Beim Stand von 0:0 zwangen zwei Distanzschüsse den Gegner zu Reaktionen, ohne dass Zählbares heraussprang. 

Schlüsselmomente und Tore

Spratzern geriet in der 22. Minute mit 0:1 in Rückstand, Torschütze für Waidhofen/Ybbs: Gabriel Handsteiner. Die Antwort folgte prompt: In Minute 33 glich Paul Zodl zum 1:1 aus. Kurz vor der Pause kippte das Momentum erneut – nach einem missglückten Rückpass, den der gegnerische Stürmer abfing und ins leere Tor schob, stellte Philipp Zulechner in der 40. Minute auf 1:2. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dominik Kammerhofer in Minute 63 auf 1:3. Trotz der Rückschläge blieb Spratzern im Spiel: Schon vor der Pause sorgten die Gäste mit Weitschüssen für Gefahr, nach der Halbzeit zwang ein Abschluss den Heimkeeper zu einer starken Parade. Später segelte nach einem Eckball ein wuchtiger Kopfball knapp am Tor vorbei. 

Balance, Standards, Schiedsrichter – und der Blick nach vorn

Im großen Ganzen sah Unterhuber keinen klaren Ballbesitzvorteil: „Das Ballbesitzverhältnis war eher ausgeglichen.“ Auch bei ruhenden Bällen stand sein Team stabil: „Waidhofen hat die Standards gut geschlagen, wir haben das aber entschärft.“ Abseits davon gab es für ihn keinen Gesprächsbedarf: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ Einen Einzelnen wollte er nicht hervorheben – das Kollektiv habe viel investiert, sich aber durch Eigenfehler um einen besseren Ausgang gebracht. Der Ausblick ist entsprechend klar: mehr Konsequenz in heiklen Momenten, sauberes Passspiel und vor allem das Abstellen jener Unsauberkeiten, die ein enges Spiel kippen lassen. Oder wie es der Trainer zusammenfasst: „Eigenfehler abstellen, dann werden wir auch wieder erfolgreich sein.“

Gebietsliga West: Waidhofen/Ybbs : Spratzern - 3:1 (2:1)

  • 63
    Dominik Kammerhofer 3:1
  • 40
    Philipp Zulechner 2:1
  • 33
    Paul Stefan Zodl 1:1
  • 22
    Gabriel Handsteiner 1:0