Trainer Horst Giller erlebte das Derby zwischen dem ASV Statzendorf und dem SC Herzogenburg in der Gebietsliga West als weitgehend ausgeglichene Partie. Standardsituationen prägten die entscheidenden Momente, dazu kam ein diskutierter Elfmeter. Das 1:1 empfand Giller als leistungsgerecht: Beide Teams hatten ihre Phasen, die Atmosphäre mit aktiven Fanklubs war stark, auf dem Platz blieb es überwiegend kontrolliert. Im eigenen Spiel sah der Coach dennoch Luft nach oben – vor allem im Aufbau durch die Mitte.

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Giller beschrieb ein Duell ohne große Ausschläge, in dem beide Mannschaften früh wie spät zu Möglichkeiten kamen. In der Anfangsphase verzeichnete Statzendorf ein bis zwei Chancen, Herzogenburg antwortete mit eigenen Gelegenheiten. Das Bild setzte sich nach der Pause fort – kurz vor Schluss setzte der SCH über die rechte Seite noch einmal einen gefährlichen Akzent. Insgesamt blieb es ein intensives, aber diszipliniertes Derby mit wenigen harten Zweikämpfen.
Zur Halbzeit stand es 0:0. Kurz nach Wiederbeginn nutzte Herzogenburg eine ruhende Situation: In der 49. Minute traf Nenad Regojevic nach einem Freistoß und brachte den SCH mit 1:0 in Führung. Statzendorf glich in Minute 72 per Strafstoß aus, Ondrej Chveja verwandelte sicher zum 1:1. „Die Standards haben das Spiel entschieden“, hielt Giller fest und ordnete die Elfmeterentscheidung als grenzwertig, am Ende aber vertretbar ein.
Der Strafstoß hatte aus Sicht des Trainers spürbaren Einfluss, weil er den Ausgleich brachte; insgesamt habe der Unparteiische jedoch ordentlich geleitet. Vor einer starken Kulisse mit engagierten Fanklubs blieb die Partie fair. Einen herausragenden Einzelspieler wollte Giller nicht küren. Für die nächsten Wochen gab er einen klaren Auftrag: Der zielgerichtete Spielaufbau durch die Mitte müsse verbessert werden – zumal sein Team in Statzendorf ersatzgeschwächt angetreten war.